Großeinsatz in Hamburger Krankenhaus: Feuerwehr hatte mit 2 Bränden zu kämpfen!

74-jähriger Patient kam in Flammen ums Leben Genaue Brandursache ist bis jetzt noch ungeklärt

Großeinsatz in Hamburger Krankenhaus: Feuerwehr hatte mit 2 Bränden zu kämpfen!

Ein Toter, 16 Verletzte und großer Sachschaden - das ist die Bilanz von zwei Bränden innerhalb weniger Stunden in einem Hamburger Krankenhaus. Eine Brandstiftung ist nicht auszuschließen, konnte aber von Seite der Feuerwehr und Polizei noch nicht bestätigt werden.

In der Nacht auf Dienstag war aus bisher ungeklärter Ursache ein Feuer in der Notaufnahme der Klinik ausgebrochen. Ein 74 Jahre alter Patient kam dabei ums Leben, 16 weitere wurden verletzt. Nur sechs Stunden später brach in einem angrenzenden Raum erneut ein Feuer aus. Verletzt wurde dieses Mal niemand. Erste Berichte über eine mögliche Brandstiftung wollten Polizei und Feuerwehr nicht bestätigen.

Brandursache gibt Rätsel auf
Völlig unklar war bisher noch, warum in der Nacht in der Notaufnahme eine Matratze in Flammen aufging und wieso nur sechs Stunden später wieder ein Feuer aufloderte. "Es wäre alles reine Spekulation", sagte ein Feuerwehrsprecher. Auch die Brandermittler der Polizei konnten nichts ausschließen: Brandstiftung, einen technischen Defekt oder Pannen bei den ersten Löscharbeiten. Dass eine Patientin in ihrem Bett geraucht haben soll und so den ersten Brand auslöste, wollten weder Feuerwehr noch Polizei kommentieren.

Evakuierung der Notaufnahme
Während die Ermittlungen bereits angefangen haben, sicherten Feuerwehrmänner noch das Dach der Notaufnahme. Zum ersten Mal wurden die Retter in der Nacht gerufen: Zwischen 2.00 und 3.00 Uhr läutete der Alarm. Für die Feuerwehr ein Albtraum - es brennt in einem Krankenhaus. "Es gibt hier viele hilfebedürftige Menschen, Patienten die beatmet werden. Das ist eine besondere Herausforderung", sagte einer der Helfer.

Für Patienten (74) kam jede Hilfe zu spät
Die Feuerwehr rückte mit 80 Männern an. Die Intensivstation wurde geräumt. Den 74 Jahre alten Patienten konnten die Einsatzkräfte nicht mehr retten, er hatte zu viel giftigen Rauch eingeatmet. 16 Menschen brachten die Helfer in Sicherheit, elf wurden in der Klinik wegen Rauchvergiftung behandelt, fünf weitere wurden auf umliegende Krankenhäuser verteilt.

Erneuter Einsatz in der gleichen Nacht
Nur sechs Stunden später mussten die Helfer wieder ausrücken. "Diesmal war es für uns einfacher", sagte der Feuerwehrsprecher. Das Gebäude war bereits evakuiert, alle Patienten waren seit dem ersten Brand in Sicherheit. Wie lange die Notaufnahme nicht benutzt werden kann und wie hoch der Schaden ist, war noch unklar.

(APA/red)