Große Vorfreude in Melbourne: Schlager
Henin gegen Scharapowa im Viertelfinale

Auch Serena Williams bei Australian-Open weiter Bei Herren Nalbandian und Dawidenko draußen

Große Vorfreude in Melbourne: Schlager
Henin gegen Scharapowa im Viertelfinale

Titelverteidigerin Serena Williams hat bei den Australian-Tennis-Open das Viertelfinale erreicht. Die 26-Jährige setzte sich gegen Nicole Vaidisova aus Tschechien mit 6:3,6:4 durch und trifft nun auf die Serbin Jelena Jankovic. Den Viertelfinalschlager bestreiten indes die Nummer eins der Welt, Justine Henin, und die an fünfter Stelle gesetzte Russin Maria Scharapowa.

Henin überwand die Hürde Hsieh Su-wei (Taiwan), die Sybille Bammer in der zweiten Runde ausgeschaltet hatte, mit spielerischer Leichtigkeit und erkannte nach dem 6:2,6:2-Sieg folgerichtig: "Jetzt wartet ein völlig anderes Turnier auf einem anderen Level." Ihre nächste Gegnerin, Scharapowa, wird der Belgiern mit Sicherheit mehr abverlangen. Beim 6:2,6:0-Erfolg über ihre Landsfrau Jelena Dementjewa (11) gab die 20-Jährige nur zwei Games ab.

Das zweite Viertelfinalduell bestreiten Serena Williams und die Serbin Jelena Jankovic. Letztere hatte mit Lokalmatadorin Casey Dellacqua beim 7:6(3),6:1 nur im ersten Satz Probleme, reüssierte dort erst im Tiebreak. Williams musste gegen Vaidisova vor allem im zweiten Durchgang alle Kräfte mobilisieren, gab das Spiel aber nicht mehr aus der Hand. Vaidisova ließ ihr Racket nach Ende der Partie am Boden zerschellen.

Nalbandian überraschend out
Bei den Herren ist Geheimfavorit David Nalbandian unerwartet früh ausgeschieden. Der als Nummer 10 gesetzte Argentinier hatte gegen die frühere Nummer eins, Juan Carlos Ferrero, nicht den Hauch einer Chance und verlor 1:6,2:6,3:6. Nalbandian hatte im Herbst hintereinander die Masters-Series-Turniere von Madrid und Paris-Bercy gewonnen und dabei mit Roger Federer (zweimal), Rafael Nadal und Novak Djokovic alle Stars bezwungen.

Nicht nur Nalbandian blieb am Sonntag auf der Strecke. Richard Gasquet (FRA-8) unterlag seinem Landsmann Jo-Wilfried Tsonga im Duell der beiden Freunde 2:6,7:6(5),6:7(6),3:6. Tsonga ist damit neben dem Kroaten Marin Cilic der letzte im Bewerb verbliebene ungesetzte Spieler. "Es ist schwer, gegen einen Freund zu spielen", bekannte Tsonga, "es ist schwer, die beiden Dinge auseinanderzuhalten."

Dawydenko muss heimfahren
Mit Nikolaj Dawydenko verabschiedete sich auch die Nummer vier des Turniers. Im Spiel gegen seinen russischen Landsmann Michail Juschnij war der 26-Jährige chancenlos, unterlag überraschend klar mit 6:7(2),3:6,1:6.

Philipp Kohlschreiber, der in der dritten Runde sensationell noch US-Star Andy Roddick eliminiert hatte, musste sich im Achtelfinale dem Finnen Jarkko Nieminen mit 6:3,6:7(7),6:7(9),3:6 geschlagen geben. "Ich versuche, so schnell wie möglich hier wegzukommen", stöhnte der 24-Jährige nach der verpassten Chance auf das zweite Grand-Slam-Viertelfinale seiner Karriere. "Irgendwo, wo mich keiner findet." Zuvor hatte Kohlschreiber gegen seinen Kontrahenten elf Satzbälle - sieben im zweiten und vier im dritten Durchgang - vergeben.

Nadal mühelos ins Viertelfinale
Rafael Nadal steht ebenfalls im Viertelfinale. Der Weltranglisten-Zweite aus Spanien profitierte von der verletzungsbedingten Aufgabe seines französischen Gegners Paul-Henri Mathieu, der beim Stand von 6:4, 3:0 aus Sicht Nadals aufgrund von Wadenproblemen nicht weiterspielen konnte.

"Es ist ein bisschen ärgerlich, weil ich stark gespielt habe", kommentierte Nadal, der Kräfte für das Viertelfinalduell mit dem Finnen Jarkko Nieminen sparen konnte. "Nieminen ist ein harter Kämpfer, es wird ein interessantes Match", so der dreimalige French-Open-Sieger, der bisher alle drei Partien gegen die Nummer 24 des Turniers gewonnen hat.

(apa/red)