Große Koalition erhöht Beiträge: Kranken- versicherung wird um 0,15 Prozent teurer!

Einsparungen & Teuerungen für Gesundheitssystem Erhöhung sollen sich Arbeitgeber & -nehmer teilen

Zur Finanzierung des Gesundheitssystems sollen die Krankenversicherungsbeiträge um 0,15 Prozent steigen. Darauf haben sich die Koalitionsverhandler von SPÖ und ÖVP laut "ZiB1" verständigt. Mit der Beitragserhöhung wollen die Großparteien 150 Millionen Euro lukrieren, weitere 150 Millionen sollen durch Einsparungen im Gesundheitssystem aufgebracht werden.

Die Aufteilung der Beitragserhöhung auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollen die Sozialpartner noch aushandeln. Der Krankenversicherungsbeitrag beträgt derzeit 7,5 Prozent für Arbeiter und Angestellte, 7,3 Prozent für Beamte und 9,1 Prozent für Selbstständige. Bei den Angestellten sind die Beiträge paritätisch zwischen Dienstgebern und Dienstnehmern aufgeteilt, bei den Arbeitern und Beamten haben die Dienstnehmer einen größeren Teil des Gesamtbeitrags zu leisten.

Im Vorfeld der Koalitionsverhandlungen hatte sich die SPÖ für Mehreinnahmen durch eine Anhebung der Höchstbemessungsgrundlage (3.750 Euro) für die Beitragsberechnung eingesetzt, was nur Personen mit einem Monatseinkommen über dieser Bemessungsgrundlage getroffen hätte. Die ÖVP hatte diese Pläne als "Mittelstandssteuer" abgelehnt.

(apa/red)