Große Emotionen im heißen Abstiegsduell: Fan-Ausschreitungen nach dem Schlusspfiff

Kärnten-Goalie Schranz mit Gegenständen beworfen Mattersburg kündigt Strafe für Dietmar Kühbauer an

Große Emotionen im heißen Abstiegsduell: Fan-Ausschreitungen nach dem Schlusspfiff

Einige Innsbrucker Zuschauer warfen nach dem Schlusspfiff die Nerven weg. Rund dreißig Fans von der Nordtribüne wollten den Tivoli-Rasen betreten, wurden aber von Ordnern zurückgedrängt. Wenig später eskalierte die Situation und es entstand eine Rauferei zwischen den Anhängern und der Polizei. Nach einer halben Stunde beruhigte sich die Situation, Werbung für die EURO 2008 wurde damit jedoch in der Tiroler EM-Spielstätte einmal mehr keine gemacht.

Wacker-Obmann Gerhard Stocker hoffte, dass sein Club ohne Geldstrafe davonkommt ("Das Spiel war ja schon aus und es ist nichts passiert") und schob die Schuld Kärnten-Goalie Andreas Schranz in die Schuhe. "Schranz hat die Nordtribüne die ganze Zeit provoziert", so Stocker. Schranz wehrte sich: "Ich wollte nur beruhigen. Ich wurde die komplette zweite Hälfte über mit Gegenständen beworfen. Darunter war auch ein Handy."

Kollmann trat Trinkflasche
Frust pur zeigte sich auch beim Ausraster von Kärnten-Stürmer Roland Kollmann, der nach seiner Auswechslung wütend eine Trinkflasche wegtrat, dafür die gelb-rote Karte sah und eine ordentliche Geldstrafe aufgebrummt bekommen wird. "Damit er das nächste Mal sein Fußballerhirn einschaltet, wird er eine saftige Geldstrafe bekommen. Die Mannschaft wird auf seine Kosten sehr gut essen und trinken", kündigte Kärnten-Trainer Frenkie Schinkels an.

Torchancen blieben Mangelware, die größte vergab Wacker-Stürmer Peter Orosz in der 84. Minute, als er am seit 432 Minuten unbezwungenen Kärnten-Goalie Andreas Schranz scheiterte. "Das war ja schon ein Kunststück, den Ball nicht im Tor unterzubringen", ärgerte sich Wacker-Trainer Helmut Kraft.

Baur der Erlöser
Weitaus effizienter zeigte sich der LASK, der nach dem 3:0 daheim gegen Altach weiterhin vom sensationellen Titelgewinn träumen darf. Doch der erleichterte Trainer Karl Daxbacher ("Zuletzt waren wir nicht mehr so locker und gut drauf") bremste einmal mehr: "Wir können den Qualitätsunterschied wohl nur mit sehr viel Begeisterung wettmachen." Um den Vorarlberger Riegel zu knacken, brauchte man jedoch mehr als eine Stunde, ehe der aufgerückte Michael Baur das erlösende 1:0 markierte (61.).

Kühbauer der Buhmann
Wie am Tivoli gab es auch zwischen SV Mattersburg und Sturm Graz eine Punkteteilung (1:1). Weiterhin äußerst fragwürdig präsentiert sich punkto Disziplin Mattersburg-Captain Didi Kühbauer. Der 36-Jährige schwächte sein Team mit seinem unnötigen Ausschluss (70.). Kühbauer kickte nach einer Entscheidung den Ball Richtung Linienrichter, Referee Fritz Stuchlik schloss den Mittelfeldspieler daraufhin aus. Der 36-Jährige verabschiedete sich daraufhin per innigem Handschlag von Stuchlik, wenige Minuten später kassierten seine dezimierten Kollegen den Ausgleich.

Kein Wunder, dass Mattersburg-Trainer Franz Lederer wenig begeistert war. "Wir haben bis zum Ausschluss das Spiel im Griff gehabt. Mit der Roten Karte haben wir Sturm in die Karten gespielt. Kühbauer darf sich zu dieser Aktion nicht hinreißen lassen. Es gibt bei uns einen klaren Strafenkatalog, und es wird den Didi ganz schön viel Geld kosten, denn es war ja nicht das erste Mal."

(apa/red)

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