Große Angst um Pensionen: 86 Prozent
der Österreicher befürchten Kürzungen

Europa-Studie: Besorgnis in Deutschland am größten 25 % der Österreicher fühlen sich schlecht informiert

Die Altersrente stellt eine große Sorge für die Europäer dar, allerdings bereiten sie sich nur unzureichend darauf vor. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Studie des französischen Meinungsforschungsinstituts TNS Sofres, die im Auftrag der US-Fondsgesellschaft in Österreich, Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, Spanien, den Niederlanden und Schweden durchgeführt wurde. Laut Umfrage denken etwa 86 Prozent der Österreicher, 84 Prozent der Franzosen, 92 Prozent der Deutschen und 84 Prozent der Schweizer, dass ihre Pension unter dem aktuellen Niveau liegen wird.

Besorgt über die finanzielle Vorbereitung ihrer Altersrente sind 84 Prozent der Deutschen, 73 Prozent der Österreicher, 68 Prozent der Italiener und Schweizer, 58 Prozent der Franzosen und 53 Prozent der Schweden. Nur in der Schweiz ist eine Mehrheit von 59 Prozent nicht besorgt über ihre Pension. 57 Prozent der Spanier sind überzeugt, dass sie dieselbe Pension erhalten werden wie die aktuellen Rentner. 29 Prozent sind sogar so optimistisch, dass sie an eine Erhöhung der Pensionen glauben.

Je nach den verschiedenen Ländern denken 80 bis 89 Prozent der Befragten, dass sie sich aktiv auf ihre Rente vorbereiten müssen. Effektiv begonnen haben mit der finanziellen Vorbereitung der Altersrente 79 Prozent der Schweden, 77 Prozent der Deutschen 75 Prozent der Österreicher, 72 Prozent der Schweizer und 71 Prozent der Niederländer, aber nur 34 Prozent der Italiener, 37 Prozent der Spanier und 40 Prozent der Franzosen.

83 Prozent der Österreicher sind der Ansicht, dass die finanzielle Vorbereitung der Pensionen alle Bürger betreffen sollte. Für 37 Prozent ist diese Vorbereitung lästig und für 27 Prozent erschreckend, während 30 Prozent der Österreicher denken, dass sie angenehm sein kann. Für 36 Prozent der Österreicher ist sie sehr zeitraubend.

25 Prozent der Österreicher und Deutschen fühlen sich schlecht oder wenig informiert über die Möglichkeiten der finanziellen Vorbereitung der Rente. Bei den Italienern und Spaniern steigt der Anteil auf 57 Prozent, bei den Franzosen auf 55 Prozent. 17 Prozenmt der Österreicher haben in Immobilien investiert, um ein Zusatzeinkommen im Alter zu haben. 19 Prozent haben die feste Absicht, eine solche Investition zu tätigen, 28 Prozent der Österreicher fassen sie ins Auge. Am meisten investieren in Immobilien die Deutschen (43 Prozent), am wenigsten die Italiener (5 Prozent).

Für einen geringen Finanzertrag mit geringen Risiken sind 79 Prozent der Österreicher und Schweizer, 82 Prozent der Franzosen, 78 Prozent der Italiener und Deutschen, 69 Prozent der Niederländer, 67 Prozent der Spanier und 62 Prozent der Schweden.

(apa/red)