Großbritannien hebt Terrorwarnstufe: Gefahr für Anschläge ist derzeit "hoch"

Offenbar keine Gefahr eines unmittelbaren Angriffs Zahlreiche Politiker zu Afghanistan-Konferenz erwartet

Großbritannien hebt Terrorwarnstufe: Gefahr für Anschläge ist derzeit "hoch" © Bild: Reuters

Die britische Regierung hat die Terrorwarnstufe auf das zweithöchste Niveau angehoben. Ein terroristischer Anschlag werde damit als sehr wahrscheinlich eingestuft, erklärte Innenminister Alan Johnson. Es gebe aber keine Geheimdienstinformationen, dass ein Angriff unmittelbar bevorstehe.

Johnson äußerte sich nicht konkret dazu, warum die Warnung vor Terror-Gefahr von der seit Juli 2009 geltenden Stufe "erheblich" auf das Niveau "hoch" bzw. "ernst" angehoben wurde. Johnson verwies auf das zuständige Experten-Team, das die Absichten und Möglichkeiten internationaler Terrorgruppen bewerte. In Großbritannien werden in der kommenden Woche zahlreiche Politiker zu einer Afghanistan-Konferenz erwartet.

Neben dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sollen auch NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und US-Außenministerin Hillary Clinton an dem Treffen teilnehmen, bei dem nach britischen Angaben ein Zeitplan für die Übergabe von Verantwortung an afghanische Behörden erstellt werden könnte. Am Mittwoch soll bereits über das Engagement im Kampf gegen Al-Kaida bei einer Jemen-Konferenz beraten werden.

Die Regierung in Sanaa hat der islamistischen Gruppe unlängst den Krieg erklärt. Al-Kaida hatte sich dazu bekannt, hinter einem am 25. Dezember 2009 vereitelten Anschlag auf ein US-Verkehrsflugzeug zu stehen. Westliche Länder und das Nachbarland Saudi-Arabien befürchten, dass die Al-Kaida aus innenpolitischen Chaos im Jemen Kapital schlagen und das Land zu einem Ausbildungs- und Rekrutierungszentrum für Attentäter machen könnte.

(apa/red)