Grossbritannien von

Spionage im Nahen Osten

London fängt laut Snowden E-Mails, Telefonanrufe und Internetdaten u.a. für USA ab

Internetspionage © Bild: Thinkstock/iStockphoto

Großbritannien unterhält einem Medienbericht zufolge eine geheime Spionagebasis im Nahen Osten. Dort würden E-Mails, Telefonanrufe und Internetdaten für die die Geheimdienste der USA und anderer Länder angefangen, berichtete die Zeitung "The Independent" unter Berufung auf Dokumente des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden. Dazu würden Glasfaserkabel angezapft.

Die Daten werden dem Bericht zufolge an den britischen Geheimdienst GCHQ gesendet, der sie dann an den US-Geheimdienst NSA weiterreiche. Das Land, in dem sich die Abhöreinrichtung befinden soll, nannte die Zeitung nicht.

Das britische Außenministerium wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. Snowden hatte die massiven Schnüffelaktivitäten des GCHQ und seines US-Pendants NSA vor einigen Wochen öffentlich gemacht.

Für Aufsehen sorgte jüngst das Vorgehen der britischen Behörden gegen die Tageszeitung "The Guardian", die Snowdens Informationen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machte. Zunächst wurde der Lebensgefährte des "Guardian"-Enthüllungsjournalisten Gleen Greenwald am Londoner Flughafen stundenlang festgehalten, dann berichtete "Guardian"-Chefredakteur Alan Rusbridger, er habe im Beisein von Polizeibeamten Datenspeicher mit Snowdens Informationen vernichten müssen.

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