Großbritannien von

Zu Tode gearbeitet

Deutscher Praktikant arbeitete bei Bank of America nächtelang durch.

Bank of America © Bild: APA/EPA/Gunther

Ein deutscher Praktikant der Bank of America ist in London gestorben, nachdem er laut einem Zeitungsbericht nächtelang durchgearbeitet hatte. Das US-Bankhaus bestätigte am Dienstag den Tod des jungen Mannes, der in der Londoner Niederlassung tätig war.

Der Deutsche habe gerade die sechste Woche seines insgesamt siebenwöchigen Praktikums absolviert, sagte ein Banksprecher. Angaben zu den Arbeitszeiten des Gestorbenen beziehungsweise der Praktikanten allgemein machte er nicht. Nach Angaben der britischen Tageszeitung "The Independent" hatte der junge Mann nächtelang durchgearbeitet.

Der Deutsche habe vor seinem Tod "drei Tage hintereinander bis sechs Uhr früh durchgearbeitet", berichtete der "Independent". Die Leiche sei am vergangenen Donnerstag von Mitbewohnern in der Dusche des Appartements gefunden worden. Die Zeitung zitierte die Aussage eines anderen Praktikanten, wonach der Deutsche "innerhalb von zwei Wochen acht Nächte nicht geschlafen hat".

Kommentare

Oberon

In Zeiten von Dumpinglöhnen, Billigstarbeitskräften und Praktikanten, die auch zum Null-Tarif arbeiten, kann ich mir das Schlimmste vorstellen!
Heutzutage haben es Arbeitgeber sehr leicht. ihre Arbeitssklaven zu Höchstleistungen "anzuspornen", denn - tun sie das nicht, winkt das Arbeitsamt. Zwang war gestern, subtile Drohung ist heute.

Aber gezwungen hat ihn sicher niemand dazu! Nicht einmal in England ! Es ist halt tragisch, wenn sich Ergeiz so auswirkt !!!

Das Sklaventum lebt. Mitten in Europa. Und die wirkliche Opferzahl werden wir nie erfahren.

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