Größter Bargeldfund aller Zeiten: Student mit 8,7 Mio. Euro im Fluggepäck geschnappt

Die Deutschen Zollbeamten staunten nicht schlecht Drei Koffer waren voll mit 50er und 100er Scheinen

Größter Bargeldfund aller Zeiten: Student mit 8,7 Mio. Euro im Fluggepäck geschnappt © Bild: APA/dap/Weißbrod

So viel Geld bei einer einzigen Person hat der deutsche Zoll noch nie gefunden: Auf dem Flughafen von Frankfurt am Main fassten die Behörden einen Studenten, der offensichtlich 8,7 Millionen Euro aus Deutschland herausschmuggeln wollte. Das Geld habe der 29-Jährige in 50er und 100er Scheinen in drei Koffern versteckt gehabt, berichtete die Zeitung "Bild am Sonntag".

Ungeklärt ist noch, warum der aus Norddeutschland stammende junge Mann so viel Geld bei sich hatte. "Es gibt Hinweise auf den Bereich Rauschgift, wir ermitteln aber noch in alle Richtungen", sagte der Sprecher des Zollkriminalamts in Köln, Wolfgang Schmitz. Bei den 8,7 Millionen Euro soll es sich um den größten bisher sichergestellten Bargeldbetrag bei einer Einzelperson in Deutschland handeln.

Das Geld hatte der Student laut dem Zeitungsbericht in Fünfziger-und Hunderter-Scheinen auf drei Koffer verteilt als Reisegepäck aufgegeben. Dann checkte er mit seinem Ticket ein und wartete auf seinen Flug in den Nahen Osten. Bei der Kofferkontrolle vor dem Abflug fanden die Zollbeamten das Geld.

In Deutschland muss jeder Betrag von mehr als 10.000 Euro in bar gemeldet werden. Damit soll Geldwäsche bekämpft und die Finanzierung von Terrorismus und Verbrechen verhindert werden.

Bei der bisher umfassendsten Bargeld-Kontrollaktion, die am vergangenen Wochenende bekannt wurde, hatten Zollbeamte in nur einer Woche mehr Schmuggelgeld entdeckt als im gesamten vergangenen Jahr. Bei den gezielten Kontrollen von 13.000 Reisenden an deutschen Flughäfen sowie im Bahn- und Busverkehr und an Autobahnen hatten die Fahnder rund 5,5 Millionen Euro sichergestellt, die illegal ins Ausland gebracht werden sollten.
(apa/red)