Überraschungsfund von

Braunbär in LKW

Polizisten finden bei Kontrolle ausgewachsenen Bären in einem Kühltransporter

  • Grizzlybär in LKW auf der A21
    Bild 1 von 3 © Bild: APA/LPD NÖ

    In diesem LKW wartete auf Polizeibeamte ein überraschender Fund.

  • Grizzlybär in LKW auf der A21
    Bild 2 von 3 © Bild: APA/LPD NÖ

    Dieser Bär wurde zusammen mit einem Schäferhund transportiert.

Beamte der Polizeiinspektion Bad Vöslau haben am Mittwoch in Alland einen desolaten Sattelschlepper aus dem Verkehr gezogen, in dem ein Braunbär transportiert worden war. Das Schwerfahrzeug wurde aus dem Verkehr gezogen. Das Tier war laut Amtstierarzt "in einem gepflegten und gesundheitlich guten Zustand", so die Landespolizeidirektion NÖ. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten will laut Sprecherin Birgit Leber eine Weiterfahrt "aufhalten".

Der Sattelschlepper sollte einer technischen Kontrolle mit dem Landesprüfzug unterzogen werden. Die Beamten staunten nicht wenig, als sie feststellen mussten, dass im umgebauten Thermoaufleger ein ausgewachsener Braunbär mitgeführt wurde. Das Tier befand sich in einem entsprechend großen Käfig. Futter und Wasser waren ausreichend vorhanden, berichtete die Polizei.

Bei der technischen Kontrolle des Transporters wurde festgestellt, dass acht Mängel mit Gefahr im Verzug und fünf schwere technische Mängel bestanden. Die Weiterfahrt wurde bis zu deren Behebung untersagt, der Lenker ebenso wie der Zulassungsbesitzer und Tierinhaber, beide aus Spanien, wurden der Bezirkshauptmannschaft angezeigt.

Bär weiterhin eingesperrt

Der 18 Jahre alte Grizzlybär befand sich am Donnerstag weiterhin in seinem Käfig in dem auf einem Parkplatz abgestellten Sattelschlepper, berichtete die Vier Pfoten-Sprecherin. Sie merkte auch an, dass die Organisation langfristig einen Platz für das Tier hätte - etwa im Bärenwald Arbesbach im Waldviertel. Der Transport sei auf dem Weg von Frankreich in die Ukraine gewesen, so Birgit Leber. Ihren Angaben zufolge wurde am Donnerstag an der Behebung der festgestellten Mängel an dem Sattelschlepper gearbeitet.

Tierschutzverein fordert Beschlagnahme

Der Tierschutzverein "Robin Hood" fordert unterdessen in einer Aussendung die Beschlagnahme des Bären. Die rechtlichen Fakten seien eindeutig. "Fahrzeug und Lenker müssen die Rechtsvorschriften nach dem Tiertransportgesetz erfüllen, wie Befähigungsnachweis, das Fahrzeug muss Erfordernisse nach Langzeittiertransport erfüllen - die technischen Gebrechen zu reparieren, ist zu wenig", teilt der Tierschutzverein mit. Da der Bär mehr als 24 Stunden hier sei, brauche der Halter zudem eine Wildtierhaltegenehmigung und der Bär müsse artgerecht untergebracht werden. "Auch der Auftritt vor Publikum ist in Österreich verboten", hält der Verein fest.

Kommentare

Oberon

Der Bär und der Schäferhund dürften befreundet sein, so lieb, wie Meister Petz seine Tatze um ihn legt. :-)
ICH hätte dem mutmaßlichen Mann aus dem Osten den Bären abgenommen. Er hat sich ein Besseres Leben verdient!

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