Brignone gewinnt RTL in Kanada - Gritsch Elfte

von Brignone gewinnt RTL in Kanada - Gritsch Elfte © Bild: APA/APA/AFP (Archiv)/KERSTIN JOENSSON

Francesca Brignone gewinnt in Mont-Tremblant

Die Italienerin Federica Brignone hat am Samstag den ersten von zwei Ski-Weltcup-Riesentorläufen der Frauen in Mont-Tremblant gewonnen. Die Italienerin setzte sich vor der Slowakin Petra Vlhova (+0,21) und der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin (+0,29) durch. Die zweifache Saisonsiegerin Lara Gut-Behrami aus der Schweiz wurde Fünfte. Franziska Gritsch landete als beste Österreicherin an der elften Stelle. Am Sonntag steht erneut ein Riesentorlauf auf dem Programm.

Schon zum Auftakt in Sölden war Brignone zur Halbzeit in Führung gelegen, im Finale aber auf Rang zwei zurückgefallen. "Ich habe heute daran gedacht, ja. Und mir gesagt, dass das nicht mehr passieren sollte", meinte die 33-Jährige nach ihrem 22. Weltcuperfolg. Vlhova rückte im Gesamtweltcup wieder ein bisschen näher an Shiffrin heran, als Zweite hat sie 64 Zähler Rückstand.

Gritsch war zur Halbzeit Achte gewesen und landete am Ende mit 2,38 Sek. Rückstand außerhalb der Top 10. "Ich bin leider gar nicht zufrieden, aber die Platzierung nehme ich gern mit. Der Start war richtig gut, ich habe eine extrem coole Körpersprache gezeigt. Dann ist es mir nicht mehr so gelungen, den Ski auf Zug zu bringen." Sie würde sich wünschen, einmal ihr bestes Skifahren zeigen zu können - in beiden Durchgängen und vom Start bis ins Ziel. Am besten schon am Sonntag. "Mir taugt das Gelände sehr. Du kannst vom Start bis ins Ziel voll attackieren. Die Wellen musst du bissl mit Kopf fahren."

Stephanie Brunner und Katharina Liensberger wurden beim Weltcup-Comeback des Schauplatzes in Quebec nach 40 Jahren ex aequo 16. "Oben hatten viele Schwierigkeiten, das habe ich taktisch sehr gut gelöst", sagte die Tirolerin Brunner. "Im Mittelteil habe ich ein bissl Zeit verloren. Ich habe dann versucht zu pushen. Es war ein feines Gefühl, dass ich das grüne Licht leuchten sah. Da fällt schon ein bissl Last runter." Liensberger erklärte, dass die Kurssetzung Köpfchen gebraucht habe. "Es war wichtig mit Hirn zu fahren, aber das Ganze mit voller Attacke."

Julia Scheib, in Killington als Siebente mit dem besten Karriereergebnis, kam dieses Mal auf dem überwiegend flachen Hang über Rang 20 nicht hinaus. Sie hatte die Ausfälle vor sich mitbekommen, ging die knifflige Stelle zu Beginn etwas vorsichtiger an. "Es ging mir dann auch nicht so leicht von der Hand. Es war vom Schnee her recht schwierig, ich bin nicht wirklich auf Zug gekommen. Der erste Durchgang war bis auf den Schnitzer schwer in Ordnung." Sie werde versuchen, es am Sonntag besser zu machen. Katharina Truppe wurde 23., Elisabeth Kappaurer 26.

Ricarda Haaser (Halbzeit-23.) und Elisa Mörzinger (29.) schieden im Finale aus. Acht Österreicherinnen waren also im zweiten Durchgang mit dabei gewesen, dorthin nicht geschafft hatten es Katharina Huber (45.) und Michaela Heider (50.). Der Beginn des ersten Laufes war wegen starken Nebels um eine Viertelstunde verschoben worden.