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Auch Gemüse kann glücklich machen!

Zusätzlich oder statt BBQ-Fleisch: Was man beim Veggie-Grillen beachten sollte

Gemüse grillen © Bild: istockphoto

Vegetariern und Veganern ist es natürlich schon länger klar. Gemüse passt wunderbar zum Grillen. Noch immer verzieht aber so manch ein BBQ-Gast beim Anblick von gegrillter Zucchini das Gesicht und greift doch lieber zu krossen Spareribs. Schade - ihnen entgeht etwas! Richtig zubereitet profitiert ihre Grillerei nämlich ungemein von fleischlos Gegrilltem. Grillexperte Weber-Stephen verrät, woran das liegt, und gibt Tipps, worauf man achten sollte.

1. Auswahl ohne Ende

Egal, ob Sie im Sommer oder im Winter (ja, das geht auch!) grillen - es gibt in jeder Jahreszeit eine riesige Auswahl an Gemüsesorten, die sich für diese Zubereitungsart eignen. Im Hochsommer sind das nicht nur die üblichen Verdächtigen (Champignons, Zucchini und Maiskolben), sondern auch Salatherzen, Erbsenschoten oder Bohnen. Woran viele gar nicht denken: Auch Obst eignet sich für den Rost! Marillen, Zwetschken und so manche Beeren entwickeln am Griller ein wunderbares Aroma. Zusätzlich kann man auf Halloumi und Feta, aber auch auf Getreide, Nüsse, Tofu und Hülsenfrüchte als fleischlose Grill-Zutaten setzen. Was durch den Rost fallen könnte, wird einfach auf eine entsprechende Grillschale gelegt.

Gemüse grillen
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Tipp: Unabhängig von der Jahreszeit sollten Grillfans stets zu wasserarmem Obst und Gemüse greifen, weil dieses beim Grillen nicht zerkocht.

2. Variieren beim Marinieren

Was bei Fleisch und Fisch Usus ist, sollte man auch bei Gemüse nicht vergessen. Auch hier kann man mit Marinaden erstaunliche Variationen auf den Teller bringen! Legen Sie Erdäpfel in Kräuteröl ein oder bepinseln Sie die Paprika mit einer Knoblauchmarinade - die geschmackliche Bandbreite lässt sich damit nochmals steigern.

Gemüse grillen
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3. Welche Grillmethode passt?

Nach der Zutatenwahl ist vor der Zubereitung. Die Wahl der richtigen Grillmethode ist entscheidend dafür, wie gut das Essen ankommt. Weber-Grillmeister Adi Bittermann rät folgendes: "Früchte, Spargel, Paprika und fester Käse sowie Brot und blanchiertes oder gedämpftes Gemüse bereiten Grillfans am besten mit der direkten Grillmethode zu. Dafür das Grillgut einfach für wenige Minuten direkt über die Hitzequelle legen. Große Stücke – zum Beispiel Kartoffeln – und Gerichte, die langsam über einen längeren Zeitraum garen, gelingen mit der indirekten Grillmethode auf den Punkt."

Gemüse grillen
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4. Welcher Grill soll es sein?

Gemüse und fleischlose Zutaten gelingen sowohl auf Holzkohle, Gas oder Elektrogrill. Geschmacklich macht die Wahl des Equipments keinen großen Unterscheid. Entscheidend ist jedoch die Intensität der Hitze und ob Sie mit geschlossenem oder geöffnetem Deckel grillen. Bei Gemüsesorten variieren die Grillzeiten massiv - am besten also in entsprechenden Kochbüchern oder online informieren, welcher Zeitrahmen für Ihr Gericht optimal ist.

5. Das Motto macht's

Gerade das fleischlose Grillen eignet sich perfekt, um dem BBQ ein internationales Motto zu verleihen. In südlichen Ländern steht Fleischloses schon lange weit oben auf der BBQ-Speisekarte. Wie wäre es etwa mit einer sizilianischen Spinatcalzone vom Grill, gegrillter Käse-Polenta oder nahezu verkohlter Paprika, wie man sie in Portugal liebt? Wer die Grillage griechisch anlegt, bringt Schafkäse ins Spiel. Für einen französischen Flair setzt auf man Ziegenkäse und Auberginen. Viele Rezepttipps findet man dazu unter anderem im Kochbuch "Weber's Mediterranes Grillen".

Gemüse grillen
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Rezepttipp: Gemüse-Halloumi-Spieße

Ein Rezept von Weber-Stephen für 4 Personen

Zutaten:
600 g Halloumikäse
2 Zucchini gelb
2 Paprika rot
2 Stangen Lauch
1 Zweig Thymian
1 Zweig Rosmarin
2 EL
Salz aus der Mühle
Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl

Halloumispieße
© Weber-Stephen Österreich

Grilltyp: Alle
Kohleart: Express
Anzahl der Kohlestücke: Einen vollen Anzündkamin
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Schwierigkeitsgrad: leicht
Grillzeit: 8-12 Minuten
Grillmethode: Direkte Hitze (ca. 180°)

Zubereitung:
1. Den Halloumikäse in 12 gleich große Würfel (á 50 g) schneiden. Zucchini und Lauch in gleich große Stücke wie den Käse schneiden. Die Paprika teilen, entkernen und achteln. Gemüse- und Käsestücke abwechselnd so auf Doppelspieße stecken, sodass ein schönes Farbspiel entsteht.
2. Thymian und Rosmarin abzupfen und fein hacken.
3. Grill für direkte Hitze (ca. 180°C) vorheizen.
4. Die Spieße mit dem Olivenöl einpinseln und etwas salzen und pfeffern. Direkt auf den Grill legen und von beiden Seiten 4-6 Minuten grillen. Vom Grill herunter nehmen und vor dem Servieren mit den Kräutern bestreuen.

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