Griesgrämiger Pacult hat Grund zur Freude:
Rapid Wien ergattert den Herbstmeistertitel

Trainer der Grün-Weißen: "Bin sehr, sehr zufrieden" Gregoritsch: "Es scheint, als wären wir Rapid-Fans"

Griesgrämiger Pacult hat Grund zur Freude:
Rapid Wien ergattert den Herbstmeistertitel © Bild: APA/Pfarrhofer

Rapid ist nach dem 3:1-Erfolg über Kapfenberg Herbstmeister und hat damit seinen Anspruch auf Platz eins auch zu Saisonende klar untermauert. Garantie auf den Meistertitel ist das freilich nicht, das sagt nicht nur der Hausverstand, das sagt auch die Statistik.

Während Grün-Weiß auch in der Meistersaison 2004/05 zur Halbzeit in Front lag, rangierte man in der Meistersaison 2007/08 zum gleichen Zeitpunkt nur auf Rang vier. Immerhin wies das Punktekonto im Dezember 2004 38 Punkte und damit genau so viele wie am Sonntag auf.

Rapid-Coach Peter Pacult - zum ersten Mal Herbstmeister - blieb nach dem wenig glanzvollen Sieg ("Geht sicher in Ordnung") zwar seinem skeptischen Naturell treu, tat aber einen durchaus erfreuten Rückblick auf die vergangenen Monate. "Wir bleiben sicher zurecht an der Tabellenspitze. Ich bin sehr, sehr zufrieden", sagte Pacult. "Ich halte nicht viel von Statistik, aber es ist doch bemerkenswert, was wir erreicht haben." Die Hütteldorfer sind nun bereist acht Spiele ungeschlagen, die Heimbilanz in der laufenden Saison ist weiter makellos (8-1-0).

Vielleicht auch, weil ihm in einem TV-Interview kurz zuvor unterstellt worden war, der Herbstmeister-Titel sei ihm egal, betonte er die Führungsrolle besonders: "Das ist ein super Zwischenergebnis, es ist immer schön, wenn man ganz oben steht", sagte der Wiener nach seinem 42. Sieg im 60. Heimspiel als Rapid-Coach. "Wir hatten einen starken Herbst. Die Mannschaft hat hart gearbeitet, wir haben einen guten Kader. Und man darf nicht vergessen, dass wir zwei Stürmer verloren haben", so Pacult, der seinen Spielern am Sonntag und Dienstag freigab.

Kapfenberg als Rapid-Fan?
Kapfenberg-Coach Werner Gregoritsch outete sein Team indes als unfreiwilligen Freundeskreis des Rekordmeisters: "Es scheint, als wären wir Rapid-Fans", sagte der Steirer in Anspielung auf den Umstand, dass seit dem Aufstieg in der Vorsaison gegen Rapid noch kein einziger Punkt herausschaute. Gegen jedes andere Team hingegen gelang dies den "Falken" sehr wohl. Gregoritsch hätte sich in Wien jedenfalls mehr erwartet. "Vor der Pause war das sehr enttäuschend. Erst nach dem Seitenwechsel haben wir uns anders präsentiert. Da hat auch Heinz gespielt, was ich von ihm sehen will", erklärte Gregoritsch.

"Wir haben verdient verloren, aber es wäre trotzdem mehr drin gewesen", so Gregoritsch, der aber im Gesamten auch positiv resümierte: "Wir haben um fünf Punkte mehr als im Vorjahr, und wir wollen uns weiterentwickeln. Wenn wir Wille und Leidenschaft zeigen, dann können wir bestehen. Das ist aber leider nicht immer passiert. Ich habe mit Kapfenberg noch viel vor."
(apa/red)

Kommentare

Der Trainer meines absoluten Lieblingsvereins kann lachen? Seit wann denn? ^^

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