Griechischer Reeder wieder in Freiheit:
Seine Familie zahlte bis zu 20 Millionen Euro

Opfer wurde von den Entführern nicht misshandelt Dritter Fall in einer Serie spektakulärer Entführungen

Griechischer Reeder wieder in Freiheit:
Seine Familie zahlte bis zu 20 Millionen Euro © Bild: EPA/Stefanos Rapanis

Der vor mehr als einer Woche entführte griechische Reeder Perikles Panagopoulos ist wieder frei. Der 74-Jährige ist im Industriegebiet Aspropyrgos in der Nähe von Athen gefunden worden. Laut griechischen Medienberichten soll die Familie ein Lösegeld in der Größenordnung zwischen 15 und 20 Millionen Euro gezahlt haben.

Der Reeder wurde den ersten Angaben zufolge von seinen Entführern nicht misshandelt. Nach der einwöchigen Geiselnahme werde er aber sicherheitshalber zu einer Untersuchung in ein Privatkrankenhaus in Athen gebracht.

Spektakultäre Entführung
Drei bewaffnete Männer hatten ihn und seinen Fahrer am 12. Jänner in der Nähe der Hafenstadt Vouliagmeni gestoppt und sie gezwungen, in einen anderen Wagen einzusteigen. Der Fahrer wurde kurz danach freigelassen.

Der Reeder war Gründer der Royal Cruise Lines und der Attica Group, die mehrere Fähren zwischen Griechenland und Italien betreibt. Er leitet die Firma aber nicht mehr.

Panagopoulos ist bereits der dritte bekannte Grieche, der seit Juni 2008 Opfer von Entführern wurde. Damals war der Chef einer Aluminiumfirma verschleppt und später gegen Zahlung eines Lösegelds freigelassen worden. Im Dezember wurde ein prominenter Athener Arzt entführt.
(apa/red)