Griechischer Pilot stirbt nach Kollision über Ägäis: Zwischenfall mit türkischem Kampfjet

Türkischer Flugzeugführer konnte gerettet werden Abfangmanöver über griechischem Hoheitsgebiet

Griechischer Pilot stirbt nach Kollision über Ägäis: Zwischenfall mit türkischem Kampfjet

Ein griechisches und ein türkisches Kampfflugzeug sind am Dienstag in dem seit langem umstrittenen Luftraum über der südlichen Ägäis zusammengestoßen. Nach Angaben des türkischen Außenministeriums kam der griechische Pilot bei der Kollision ums Leben, der türkische Flugzeugführer sei dagegen gerettet worden.

Die Kollision der beiden F-16 Kampfjets habe sich während eines Abfangmanövers über der griechischen Insel Karpathos ereignet, teilte das Verteidigungsministerium in Athen mit. Nach Angaben der türkischen Armee ereignete sich der Zusammenstoß dagegen im internationalen Luftraum. Griechische Kampfflugzeuge hätten sich in eine Routineübung der türkischen Luftwaffe eingemischt.

Beide Länder entsandten Rettungseinheiten zur Unglücksstelle, darunter auch eine Fregatte der griechischen Marine.

Die Außenminister Griechenlands und der Türkei bedauerten die Kollision. "Dies sollte Bestrebungen beider Länder, die gegenseitigen Beziehungen zu verbessern, nicht beeinträchtigen", hieß es in einer vom griechischen Außenministerium herausgegebenen Stellungnahme der Minister. Kurz nach der Kollision hatten bereits die Armeechefs der Türkei und Griechenlands miteinander telefoniert. Dies wurde als Zeichen einer Annäherung beider Länder gewertet.

Zwischen der Türkei und Griechenland gibt es seit Jahrzehnten einen Streit um Hoheitsrechte in der Ägäis. Griechenland beansprucht an seinen Küsten eine rund 16 Kilometer breite Zone als nationales Gebiet. Die Türkei erkennt dagegen nur ein knapp zehn Kilometer breite Zone an. 1996 führte der Streit um ein Felseneiland in der Ägäis fast zum Krieg zwischen den beiden Ländern.

(apa)