Griechische Defensiv-Veteranen geben auf:
Nikopolidis & Antzas verlassen das Team

Ex-Europameister nach EM nicht mehr zur Verfügung Im letzten Spiel gegen Spanien geht es "um die Ehre"

Griechische Defensiv-Veteranen geben auf:
Nikopolidis & Antzas verlassen das Team © Bild: Reuters/Toernstroem

Zwei Stützen im Defensiv-System des von der russischen Auswahl gestürzten Europameisters Griechenland werden ihre Team-Karriere nach dem D-Gruppen-Spiel gegen Spanien heute beenden. Das gaben die betroffenen Spieler, Stamm-Torhüter Antonis Nikopolidis (37) und Verteidiger Paraskevas Antzas (32), bekannt.

Nikopolidis beteuerte, er habe diese Entscheidung bereits vor dem Turnier getroffen. Dies habe nichts mit der 0:1-Niederlage gegen Russland zu tun. Nikopolidis hatte am Siegestreffer der Russen entscheidenden Anteil und wirkte beim Herauslaufen aus dem Tor ausgesprochen unsicher. Nikopolidis wird aber seinen Vertrag bei Olympiakos Piräus erfüllen und zumindest noch eine Saison im Tor seines Vereins stehen.

Auch sein Vordermann Antzas will nicht mehr für Griechenland aufs Feld laufen. Antzas gilt zwar als ein wenig labil und emotional, dennoch halten griechische Journalisten die Entscheidung des Verteidigers für endgültig. Antzas steht bei Olympiakos Athen noch zwei Jahre unter Vertrag.

Rehhagel weiter unantastbar
Die Position Rehhagels als Coach der griechischen Auswahl gilt trotz gegensätzlicher Pressestimmen als unangefochten. Wenn er selbst nicht zurücktreten wolle, dann bleibe er Teamchef. In Griechenland würden weder der Fußballverband noch die Fans den Rücktritt des 69-jährigen Deutsch fordern, hieß es im Pressezentrum der Griechen in Seekirchen.

Für das Spiel gegen Spanien haben sich die Griechen vorgenommen, "für die Ehre der Flagge alles zu geben und zumindest ein Ausscheiden mit null Punkten und null Toren zu vermeiden", wie es Verteidiger Ioannis Goumas formulierte. Bei diesem Spiel heute sind der offensive Mittelfeldspieler Theofanis Gekas und Verteidiger Giourkas Seitaridis fraglich. Beide trainierten am Sonntagvormittag nicht mit. Gekas, der wegen seiner Jochbein-Verletzung über Nacht im Krankenhaus bleiben musste, ist indes wieder beim Team. Seitaridis laboriert nach wie vor an seiner Leistenverletzung.

Der Einsatz der beiden gilt als unwahrscheinlich. Denn Rehhagel wird - allen Versuchen der Ehrenrettung zum Trotz - nicht die stärkste Formation aufs Feld schicken. Allgemein wird vermutet, dass viele jener Spieler eine Chance bekommen, die bisher nur auf der Bank gesessen sind.
(apa/red)

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