Krise von

Griechenland droht
mit Zahlungsstopp

Einigung über Reformauflagen für weitere Hilfen gefordert

Krise - Griechenland droht
mit Zahlungsstopp © Bild: REUTERS/Yannis Behrakis

Griechenland spielt im Schuldenpoker mit seinen Geldgebern trotz der sich leerenden Staatskassen weiter auf Zeit. Der Parlaments-Sprecher der regierenden Syriza-Partei, Nikos Filis, drohte am Mittwoch mit einem Zahlungsstopp, wenn bis zum 5. Juni keine Einigung über Reformauflagen für weitere Hilfen stehe. An dem Tag muss das Land 300 Mio. Euro an den IWF zurückzahlen.

Die Rating-Agentur Moody's rechnet wegen der problematischen Situation der griechischen Banken mit Kapitalverkehrs-Kontrollen und mit Kontosperrungen.

Druck auf Geldgeber erhöht

Filis' Äußerungen im TV-Sender "ANT1" nährten Zweifel, ob Griechenland wirklich an einem schnellen Abschluss interessiert ist - oder den Druck auf die Geldgeber weiter erhöhen will. Seit Monaten ringt die von der linken Syriza geführte Koalition um die Auszahlung von weiteren 7,2 Mrd. Euro aus dem am 30. Juni endenden zweiten Hellas-Hilfspaket. Zugleich muss sie aber ihre Schulden bedienen, um nicht in die Pleite zu rutschen.

Wenn bis zum 5. Juni keine Einigung stehe, würden die Gläubiger überhaupt kein Geld mehr zurückbekommen, sagte Filis. Die Mittel für die Rückzahlung des IWF-Kredits seien nicht da. Insgesamt muss das Land im Juni 1,5 Mrd. Euro an den IWF überweisen. Im Juli und August sind 6,7 Mrd. Euro für Papiere fällig, die im Bestand der Europäischen Zentralbank liegen. Insgesamt wird das Land bereits mit fast 240 Mrd. Euro vom IWF und dem Euro-Rettungsschirm EFSF unterstützt.

Verhandlungen ziehen sich

Teilnehmer an den Verhandlungen berichteten zuletzt von Fortschritten, aber einem insgesamt zähen Tempo. Auch die Knackpunkte Pensions- und Arbeitsmarktreform sind bisher nicht gelöst. EU-Währungskommissar Pierre Moscovici nannte einen Kompromiss in den nächsten Wochen möglich, noch sei es aber nicht soweit.

Auf der Suche nach neuen Geldquellen erwägt die Regierung in Athen Insidern zufolge auch eine neue Steuer auf einige Bankgeschäfte. Entscheidungen darüber gebe es aber bisher nicht.

Die Moody's-Analysten schätzen die Lage der griechischen Geldhäuser mittlerweile als extrem schwierig ein. Angesichts schwindender Liquidität und Geldpuffer seien Kapitalverkehrs-Kontrollen wahrscheinlich, mit denen der Geldabfluss ins Ausland gestoppt werden könnte. Wegen der Krise heben die Griechen seit Monaten Geld von ihren Konten ab oder überweisen es ins Ausland.

Kommentare

Urlauber2620

Welche Drohung? Die zahlen ohnehin das Geld nie zurück. Also lasst dieses Land pleite gehen denn mehr kostet uns das auch nicht aber wir werfen nicht weiter gutes Geld hinterher für diese Lügner und Betrüger. Die sollen sich die Kohle erstmal von ihren Steuerbetrügern holen.

123harry

was für eine Frechheit uns zu drohen!!!denen gehört kein Geld mehr.

christian95 melden

Da kann unsere Regierung noch einiges lernen! Die verbiegen sich nach allen Richtungen und verneigen sich erhfürchtig immer wenn sie in Brüssel sind.

napy-one melden

die haben doch alle Goldene Kniescheiben.

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