Griechenland von

Lichtblick nach Krise

Spar- und Reformkurs in Griechenland trägt Früchte: Wirtschaft wächst wieder

Griechischer Euro © Bild: apa/dpa/Berg

Der Spar- und Reformkurs in Griechenland trägt nach Einschätzung von Ministerpräsident Antonis Samaras erste Früchte. Im kommenden Jahr werde die griechische Wirtschaft erstmals wieder wachsen, sagte Samaras am Samstag bei der Eröffnung der größten Messe Griechenlands in der Hafenstadt Thessaloniki.

"Griechenland hat im letzten Jahr einen Kurswechsel geschafft, das sagen selbst unsere härtesten Kritiker", betonte der Regierungschef. Noch 2013 sei ein Primärüberschuss im Haushalt zu erwarten - also ein Überschuss ohne Berücksichtigung des immensen Schuldendienstes Athens. "Es ist ein erster Schritt, um aus der Sparpolitik heraus zu kommen." Mit den freiwerdenden Mitteln würden erste Maßnahmen zur Stützung sozial schwacher Bevölkerungsschichten ergriffen.

Während der Rede von Samaras demonstrierten Kommunalbeamte vor dem Messegelände. Am Nachmittag sind in Thessaloniki mehrere Großdemonstrationen geplant. Oppositionsführer Alexis Tsipras vom Bündnis der radikalen Linken (Syriza) wird am Protestmarsch der Gewerkschaften teilnehmen. Die Polizei hat den griechischen Medien zufolge ein Großaufgebot von 50 Hundertschaften zusammengezogen.

Alte EU-Fördermittel für Griechenland

Griechenland könnte einem Magazinbericht zufolge doch noch in den Genuss alter EU-Fördermittel in Milliardenhöhe kommen. Das Land solle Strukturhilfen über 1,14 Milliarden Euro erhalten, die es in den Jahren von 2000 bis 2006 nicht abgerufen habe, berichtete die "WirtschaftsWoche". Für diese Mittel habe Griechenland in den betreffenden Jahren fristgerecht keine Verwendung gefunden.

"Wir versuchen, die Fristen zu verlängern", zitierte das Magazin aus dem Umfeld von EU-Regionalkommissar Johannes Hahn. Mit dem Geld solle nicht der griechische Haushalt saniert, sondern die Wettbewerbsfähigkeit des rezessionsgeplagten Euro-Landes erhöht werden. In der Periode von 2014 bis 2020 kann Griechenland dem Bericht zufolge mit 14,4 Milliarden Euro an EU-Strukturhilfen rechnen.

Die Euro-Länder werden voraussichtlich im November über ein drittes Hilfspaket für das Land entscheiden. Der Beschluss solle nach der mehrwöchigen Überprüfung durch die internationalen Geldgeber gefasst werden, sagten zuletzt hochrangige Vertreter der Eurozone.

Kommentare

Noch ein paar Frontbegradigungen und den Endsieg ist nahe. Diese Propagandalüen sind sowas von unerträglich.

r-tiroch@t-online.de

nach der Kriese? den Scheiß wollen nur die Verursacher glauben in der Hoffnung unendlich weiter gerettet zu werden.

Forest w.

Die BANKEN gehts gut ;) ,denk doch anders die ganze Rettung war ja nur dazu da die Banken zu Sanieren ,gehören alle eingesperrt die Gauner ,aber Hauptsache ein Bankdirektor hatt was zu essen die anderen brauchen ja nix ! Dass nenne ich Demokratie!

Das soll wohl ein Witz sein!

Rekordarbeitslosigkeit, noch NIE waren so viele Griechen arm, viele können sich wohnen nicht mehr leisten.... und das soll eine Sanierung sein?

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