Griechenland von

Pleite käme Österreich teuer

Finanzministerium geht von möglichen Schäden von 40 Mrd. Euro aus

Griechenland - Pleite käme Österreich teuer © Bild: Reuters/Kolesidis

Eine Insolvenz Griechenlands käme Österreich teuer zu stehen: Das Finanzministerium geht von einem möglichen Schaden in der Höhe von 40 Mrd. Euro aus. Schon zu Beginn der Krise sei klar gewesen, dass die Teilnahme am Griechenland-Hilfspaket billiger sei als das Land in die Pleite schlittern zu lassen, hieß es aus dem Ministerium.

Eine Pleite Griechenlands würde nach Schätzung des Finanzministeriums Österreich sofort 5 Mrd. Euro kosten, berichtet die "Presse" unter Berufung auf einen Sprecher des Ministeriums. Darin enthalten sind die Kredite im Rahmen des Hilfspakets, die bisher 1,2 Mrd. Euro ausmachen und auf 2,3 Mrd. anschwellen sollen. Auf die Gesamtsumme von 40 Mrd. Euro komme man, wenn man indirekte Schäden durch Einbrüche bei Exportgeschäften, Kosten für Banken und dergleichen berücksichtige.

Spannung vor Telefonkonferenz
Mit Spannung erwartet wird die heutige Dreier-Telefonkonferenz zwischen der deutschen Kanzlerin Merkel, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Griechenlands Premier Giorgos Papandreou, in der das weitere Vorgehen in der Schuldenkrise beraten werden soll.

Nachdem durch FDP und CSU die innenpolitische Debatte in Deutschland von Drohungen eines Ausschlusses Griechenlands oder der Insolvenz-Debatte geprägt war, betonte Merkel in einem RBB-Interview, dass die Regierung in Athen offenbar endlich den Ernst der Lage eingesehen habe. Die angekündigte Rückkehr der Troika aus Vertretern des Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Zentralbank und der EU sei ein gutes Zeichen. Diese ist nun für den kommenden Montag vorgesehen - nach dem Treffen der EU-Finanzminister.

Kommentare

die politiker halten uns alle für naturtrotteln,egal was passiert die eu geht vor die hunde (was ja net schlecht is) und die kohle is weg.aber wir steuerzahler machen das schon wieder;-(

wozu brauchen wirs? Griechenland ist pleite. und das nicht erst seid gestern.
Finanzspritzen, bzw. der dubiose mediale Ausdruck "Rettungsschirm" verlängert doch nur das Dilemma.
Man kann ein bankrottes und korruptes System nicht einfach durchfinanzieren.
Warum ist es in Österreich so wenig Leuten klar? die Ähnlichkeit des eigenen Schuldenhaushalts? der hauseigenen Korruptionsgeschichten?

Unsere Bevölkerung soll jetzt ewig nachfinanzieren, weil Banken so gierig waren in einen bankrotten Markt zu investieren???

wann werden Banken für ihre Fehler selbst haften?
wir werden mit schlechten Zinsen dafür "belohnt"?
unser Steuergeld muss späkulative Fehlgeschäfte in maroden Märkten krampfhaft zu erhalten?
wozu brauchen wir solche Banken noch?
wozu brauchen wir Politiker die das Volk für alles haften lassen?

Exportgeschäfte ? Wie können wir nach Griechenland etwas exportieren, wenn die sogut wie pleite sind ? Welcher Lieferant würde einer Firma noch was liefern wenn er weiß, dass er sein Geld dafür nicht mehr sieht? Oder lautet die Rechnung gar: wir borgen den Griechen unser Geld, damit sie uns für unsere Lieferungen bezahlen können, sprich wir zahlen selbst, was wir denen verkaufen ? Ist das das Exportgeschäft das Österreich macht ?

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