Griechenland-Pleite von

Griechenland wird lahmgelegt

Am Mittwoch und Donnerstag kommt es zu den größten Streiks seit Beginng der Euro-Krise

Griechenland-Pleite - Griechenland wird lahmgelegt © Bild: apa/ana-mpa/konstantinidis

Am Mittwoch und Donnerstag steht Griechenland erneut still. Die beiden wichtigsten Gewerkschaften des Landes haben die größten Proteste seit Beginn der Schuldenkrise vor gut zwei Jahren angekündigt. Bei dem zweitägigen Generalstreik Mitte der Woche werden Engpässe bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln und Benzin erwartet. Der öffentliche Nahverkehr soll zum Erliegen kommen.

Krankenhäuser müssen wohl mit einer Notbesetzung auskommen. Bereits an diesem Montag wollten Zollbeamte streiken, die auch für Lieferungen von Raffinerien zuständig sind. Zudem sind Fährverbindungen wegen eines Ausstandes von Seeleuten unterbrochen.

30.000 Stellen in Gefahr
Die Regierung von Ministerpräsident Giorgos Papandreou plant unter anderem Steuererhöhungen sowie Lohn- und Pensionskürzungen. Griechenland steht unter dem Druck seiner internationalen Gläubiger, drastische Reformen umzusetzen, die in der Bevölkerung auf breite Ablehnung stoßen. Das Parlament wird voraussichtlich in zwei Durchgängen am Mittwoch und Donnerstag über die Vorschläge abstimmen. Griechenland wartet derzeit auf neue Finanzhilfen der Europäischen Union, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds. Im Gegenzug muss das Land erhebliche Einsparungen in den öffentlichen Haushalten erzielen. Dazu sollen unter anderem etwa 30.000 Staatsbedienstete entlassen werden.

Fährverkehr bereits eingestellt
Zum Auftakt einer neuen Streikwoche gegen die Sparpolitik der griechischen Regierung haben am Montag die Angestellten der öffentlichen Schifffahrtsunternehmen einen zweitägigen Ausstand begonnen. Die Inseln des Landes waren damit vollständig vom Festland abgeschnitten, wie die Regierung in Athen mitteilte. Die Seeschifffahrtsgewerkschaft sprach von einem "umfassenden Erfolg" ihres Streikaufrufs und drohte zugleich mit einer Verlängerung der Maßnahme bis zum Freitag. Auch Mitarbeiter der Justiz, Finanz- und Zollverwaltung kündigten Arbeitsniederlegungen an. Bei einigen öffentlich-rechtlichen Medien wurde den fünften Tag in Folge nicht gearbeitet.

Kommentare

Griechenland Vergesst Griechenland und werft nicht auch noch unser Steuergeld weg. Die Banken, die Griechenland in die Schuldenkrise haben laufen lassen sollen das gefälligst selbst ausbaden. Und alle Politiker die dabei zugesehen haben in den letzten Jahren sind zu entlassen und anzuklagen wegen vorsetzlicher oder zumindest fahrlässigem Ruin eines Landes.

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