Griechenland-Pleite von

Die schweizer Banken freuen sich

Aus Angst vor der Pleite: Die Griechen überweisen ihr Geld massenhaft ins Ausland

Griechenland-Pleite - Die schweizer Banken freuen sich © Bild: apa/dpa/gambarini

Die Schuldenkrise Griechenlands könnte nach Einschätzung des deutschen SPD-Europapolitikers Martin Schulz durch ein griechisch-schweizerisches Steuerabkommen massiv gemildert werden. Seit März 2010 seien nach Expertenschätzungen mindestens 200 Mrd. Euro aus Griechenland in die Schweiz gebracht worden, sagte Schulz am Montag in Berlin.

Ein bilaterales Abkommen zur Bekämpfung der Steuerflucht etwa mit einer Abgeltungssteuer von 25 Prozent wäre nach seinen Worten eine massive Hilfe für Griechenland und die anderen Euro-Staaten, die das Land finanziell stützen müssten. Er habe den Eindruck, dass die Schweiz zu einem Abkommen bereit sei.

Schulz ist Fraktionschef der Sozialdemokraten im Europa-Parlament und im SPD-Präsidium zuständig für die Europapolitik. Die SPD-Spitze ließ sich am Montag vom Leiter der EU-Task-Force in Athen, Horst Reichenbach, über die Lage und den Stand der Spar- und Reformprogramme in Griechenland informieren.

Schulz fordert Schuldenschnitt
Schulz forderte die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten auf, bei ihrem Gipfeltreffen am Sonntag ernst zu machen mit der Umsetzung ihrer Beschlüsse vom 21. Juli. Damals sei ein freiwilliger Schuldenschnitt für Griechenland-Anleihen mit einer Beteiligung der privaten Gläubiger in Höhe von 21 Prozent beschlossen worden. Dies wäre nach seinen Worten "ein erster vernünftiger Schritt".

Auch Griechenland mahnt zur Umsetzung
Der griechische Wirtschaftsminister Michalis Chrysochoidis hat bei seinem Besuch in Österreich die EU zur Umsetzung der Beschlüsse vom 21. Juli gemahnt. "Die lange Verzögerung hat uns große Probleme verursacht", sagte er in Wien. Er hoffe nun auf eine "Botschaft der Sicherheit" beim EU-Gipfel am 23. Oktober, so der Minister.

Kommentare

Oliver-Berg

Schweizer Griechen... Grüazi Hellenen,

in Summe wurden ca. EUR 120 Mrd im Zeitraum von März 2010 bis dato aus Griechenland ins Ausland von privaten Konten transferiert. Anders formuliert die meisten Griechen haben Ihr Geld in folgende Staaten überwiesen:

Die Superreichen nach Singapur und Panama, weil keine Steuern und ein zahnloses Rechtshilfeabkommen. Das hat schon der alte Onassis so gemacht. Das macht erfahrungsgemäß so ca. 2/3 des Geldes aus.

Der Rest wurde auf mehrere Mittelmeerländer wie Italien, Spanien, Zypern, etc. verteilt.

Wenn man glaubt eine Rückholaktion durch eine Sondersteuer auf Gelder in der Schweiz wird viel Geld in die Kassen des maroden Griechenlands spülen, der irrt gewaltig.

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