Griechenland von

Protestaktion bei Merkel-Auftritt

Griechische Aktivisten demonstrieren in Berlin gegen Sparauflagen für Athen

Griechische Proteste gegen Angela Merkel © Bild: APA/EPA/KAY NIETFELD

Bei einem Auftritt der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Tag der offenen Tür in der Berliner CDU-Zentrale haben mehrere griechische Aktivisten gegen die Sparauflagen für Athen protestiert. Die etwa zehn Demonstranten trugen kleine Plakate mit der Aufschrift "Oxi" - das heißt "Nein" auf Griechisch - und skandierten lautstark "Oxi, Oxi".

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Kurz darauf wurde die kleine Gruppe von Ordnern aus dem Konrad-Adenauer-Haus geleitet. Die Polizei musste nicht einschreiten.

Merkel reagierte gelassen und meinte unter dem Beifall der Zuhörer: "Damit die Sache mal wieder ausgeglichen ist, sagen wir mal: 'Nai' - das heißt nämlich 'Ja' auf Griechisch."

Vor "humanitärer Katastrophe" gewarnt

Vor der Volksabstimmung in Griechenland hat der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, vor einer "humanitären Katastrophe" gewarnt. Sollten die Griechen am Sonntag das Sparpaket ablehnen, werde das Wirtschaftsleben dort zum Stillstand kommen, sagte Weber am Samstag in München.

Dies hätte auch Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung. Ministerpräsident Alexis Tsipras spiele mit dem Feuer, so Weber.

Banker erwarten lange Nacht

Banker in ganz Europa stellen sich nach dem Referendum in Griechenland am Sonntag auf eine lange Nacht ein. Bei der Deutschen Bank etwa ist gegen 22.00 Uhr eine Telefonkonferenz geplant, um über die Folgen der Volksabstimmung über die Sparvorschläge der internationalen Geldgeber zu beraten.

Die Wahllokale in Griechenland schließen um 18.00 Uhr MESZ - sowohl ein Ja als auch ein Nein könnte weitreichende Auswirkungen auf den europäischen Finanzmärkten haben, auch wenn die Folgen laut Experten schwer vorherzusehen sind.

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