Griechenland-Krise von

"Kein Draufdoppeln"

Fekter spricht sich gegen ein ständiges Aufstocken des Rettungsschirms aus

Griechenland-Krise - "Kein Draufdoppeln" © Bild: Reuters/APA

In Europa steht das zweite Hilfspaket für Griechenland zur Entscheidung an. Erstmals nimmt nun Finanzministerin Maria Fekter dafür den Begriff Umschuldung für Athen in den Mund. "Mit der Fristerstreckung von Schuldenrückzahlungen und der Aufstockung der Hilfen kann man das schon als Umschuldung bezeichnen", sagte Fekter.

"Was ich nicht will, ist ein Haircut. Das wäre schlagartig ein Schaden für die österreichischen Steuerzahler." Da gebe es kreativere Lösungen, die kein "Haircut" (Schuldenschnitt) seien.

Vergleich mit Argentinien
Fekter hatte davor bestätigt, dass für Griechenland ein Teilerlass der Schulden über so genannte Brady-Bonds in Frage kommt. Demnach würden Banken und andere private Gläubiger die mittlerweile mit Schrottstatus versehenen griechischen Staatsanleihen mit Abschlägen gegen Anleihen eintauschen, die von den Euroländern mit Garantien versehen würden. So wie seinerzeit in Argentinien sei die Situation in Griechenland freilich nicht: Argentinien hatte damals seine (eigene) Währung massiv abgewertet, was bei Griechenland unmöglich sei. Und der Brady-Plan sei acht Jahre nach der argentinischen Pleite gekommen. "Es ist also nicht ganz vergleichbar: Aber ein ähnliches Modell könnte eines der Elemente der privaten Sektorbeteiligung sein - ebenso andere Modelle eines Schulden-Rollover, eines Anleihentausches oder ein Versicherungsmodell. Möglich wäre auch ein Mix daraus."

Beteiligung Privater
Es gebe auch den Vorschlag aus der Versicherungswirtschaft auf Kapitalgarantien über Versicherungsprämien. Oder Pläne, wonach ein "Privatisierungsfonds" das hereinkommende Geld für Anleiherückkäufe nutzt. Die sogenannte "Beteiligung Privater" am Schuldenerlass ist Teil des aktuellen Pakts. In Österreich ist die Nationalbank dazu mit den Institutionen in Kontakt getreten, die griechische Papiere in ihren Portfolios liegen haben, also Banken, Versicherungen und Fonds. Die (freiwilligen) Zusagen aus der Branche könnten erst erfolgen, wenn klar sei, wie das gesamte Paket aussehe.

Gegen einmaligen Schuldenerlass
"Wenn jemand auf die Idee eines Haircuts von Papieren kommt, die bei uns in Pensionsfonds liegen, und das trifft dann unsere Pensionisten, bin ich dagegen", sagte Fekter. Ebenso sei sie gegen einen Schuldenerlass von gleich einmal 50 Prozent, wenn damit ein Hafen finanziert wurde. "Da habe ich wenig Verständnis, warum österreichische Steuerzahler den Yachtbesitzern helfen". Man müsse sich also im Detail anschauen, wen es treffe. Für alle Optionen brauche es mehr Flexibilität, die man derzeit aber noch nicht habe. Es müsse auch in den rechtlichen Rahmen des Euro-Schutzschirms EFS passen.

Kein "Draufdoppeln"
Zur zuletzt vielfach geforderten Verdopplung des Euro-Rettungsschirms auf 1,5 Billionen Euro oder sogar mehr sagte Fekter, dies sei beim Ecofin "keine Diskussion" gewesen. Diese Größen seien akademische Spekulation. Sie kann sich nicht vorstellen, dass die Fazilität über die jetzt vereinbarten fast 800 Mrd. Euro hinaus aufgestockt werden soll. "Dass wir ständig draufdoppeln und draufdoppeln, das wird es nicht sein können". Die Staaten würden ja auch irgendwann an ihre Grenzen stoßen.

Auch Österreich baut seine Prognosen für Wachstum und Defizit-/Schuldenabbau darauf auf, dass Hellas intakt bleibt. "So lange ich das als Maßnahme mitbestimmen kann, wird ein Haircut in Griechenland nicht passieren", versicherte die Finanzministerin. Das gesamtwirtschaftliche Gefüge Österreichs dürfe nicht in ein Ungleichgewicht kommen. Weder durch einen Konjunktureinbruch noch durch übermäßige Hilfsleistungen. "Das ist die Grundvoraussetzung, dass wir selber stabil bleiben."

Kommentare

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Interessant Ich dachte immer Strache wäre der Populist unter den Politikern. Sein weibliches Pendant steht ihm um nichts mehr nach, wie ich sehe.

vardka013@hotmail.com melden

Re: Interessant ich kann da nichts populistisches entdecken...
bitte poste die aussage, welche du meinst

weißt du was sie und den strache unterscheidet?...sie ist in einer entscheidungsposition und konnte sich schon beweisen...ob man das nun gut fand oder nicht, ist jedem selber überlassen...aber sie hat (und das kann keiner abstreiten) wenigstens mal mut zum handeln gezeigt (schon als innenministerin)...mal keine aalglatte politikerin

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Re: Interessant Naja, unter Populismus verstehe ich, mit den Gefühlen und Ängsten der Bevölkerung zu spielen, indem man einfache Lösungen ohne rationale Erklärungen anbietet. Und genau dies tut Fekter, wenn sie einen Schuldenschnitt kategorisch ablehnt, weil dieser der österreichischen Bevölkerung schade. In Wahrheit ist das kurzsichtig und es wird ohne diesen und ohne Eurobonds nicht gehen, wenn man der Bevölkerung längerfristig nicht noch mehr schaden will. Und das weiß Fekter und wir alle wissen, dass sie kein Veto einlegen wird, wenn es dazu kommt. Und das wird es.

Und gerade in Entscheidungspositionen sollte man sich populistisches Geschwätz nicht leisten, ein Oppositioneller darf\'s ( leider). lg.

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Re: Interessant Übrigens: Um die Bevölkerung und Märkte zu beruhigen gäbe es andere Mittel und Wege.

Wie ich heute im Leitartikel von Herrn Hahn im Wirtschaftblatt gelesen habe, hätte dieser ganz nette und brauchbare Vorschläge, die mir auch gefallen würden.


Falls es Dich interessiert:

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/leitartikel-ein-sicherer-hafen-schaut-anders-aus-480586/index.do?_vl_backlink=/home/meinung/kommentare/index.do&_vl_pos=1

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Re: Interessant ich finds gut, dass du zeitung liest und dich für sowas interessierst, aber du bist genau das was ich so oft kritisiere...anstatt dir selber gedanken zu machen (was du vielleicht nicht kannst, weil du dich zu wenig auskennst...das weiß ich nicht) übernimmst du einfach zu 100% die meinung eines anderen

es ist nicht populistisch...weil meiner meinung nach nicht einmal 5% der österreicher wirklich wissen was eine anleihe ist und wie diese funktioniert...das ist zu abstrakt um populistisch zu sein (anders bei migration)

und ein euro-bond würd uns langfristig viel kosten...wie ist das kurzsichtig, wenn man unsere billigen zinsen quasi an die griechen weitergibt?...wenn wir mehr zahlen, müssen wir es auch teurer weitergeben

auch "unabhänige" autoren hinterfragen...hat vlt auch seine gründe...

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Re: Interessant aber nichts gegen den euro-bond ansich...aber den jetzt überstürtz einzuführen halte ich für eine schlechte idee

da gibt es zu viele risiken...kannst du mit sicherheit sagen wie der markt das aufnimmt?...was ist wenn die nachfrage einfach nicht da ist und dadurch die kurse fallen?...dann wird es für den ganzen euro raum sehr teuer

was starke länder nur dazu drängt aus den euro rauszugehen...die stimmung ist jetzt schon nicht gut

ist natürlich eine möglichkeit, aber das non plus ultra ist es vlt auch nicht...es ist echt keine leichte situation und es gibt keine leichte, risikofreie und nachteillose lösung

es ist bitter...aber da müss ma durch...und die bisherigen entscheidungen sind sehr gut nachvollziehbar und zeigt, dass man konservativ handelt und den euro halten will!

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Re: Interessant Ach weißt Du, mich oder andere als Nachplapperer und Meinungskopierer zu bezeichnen bleibt Dir natürlich völlig unbelassen und ich nehme das gerne zur Kenntnis. Aber dass Du nicht auf die Idee kommst,dass jemand etwas schreibt einfach weil er es so meint-ohne mit diesem Bereich zu tun zu haben oder gar Experte zu sein - dass Du solches also gar nicht erwägst,sagt eigentlich mehr über Dich als über mich.

Und natürlich mach ich mir selbst Gedanken darüber und diese sagen mir die Griechen kriegen was Sie brauchen,nur werden die nichts davon haben,weils flugs wieder bei unseren Banken landet,die Höchstzinsen verrechneten in dem sicheren Wissen,dass wir alle im Falle des Falles den Kopf hinhalten.Das war schon bei den amerikanischen Papierln so und wird auch diesmal keine Konsequenzen haben.

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Re: Interessant Die einzig interessante Frage ist,wie es mit Italien aussieht,denn an Griechenland können wir bluten und es trotzdem überstehen,wenn die am Stiefel stolpern wird es nicht zu heben sein. Und sobald das absehbar ist,sind alle anderen Versuche Makulatur. Und das meinte ich mit kurzsichtig. Ich kann mich natürlich auch täuschen und würde mich sogar freuen, wenn\'s so wäre.

Und natürlich gibt es keine 0815 Lösung, aber die bisherigen Entscheidungen, die die Gewinne privatisiert und die Schulden sozialisiert haben, kann ich leider nicht nachvollziehen und schönreden lassen, tut mir leid.lg.

P.S. den Artikel von Hahn las ich übrigens nach meinem Populismus-Vorwurf an Fekter, vieles andere in diesem Artikel übernehme ich ohne Schuldbewusstsein gerne als Meinungsbildner;-))

vardka013@hotmail.com melden

Re: Interessant na gut...dann hast du halt einen autoren gefunden, der deine meinung zu 100% teil...good for you

natürlich kann es sein, dass er es ernst und gut meint...trotzdem würd ich aufpassen

aber du hast mir weder wirklich sagen können warum das so populistisch von der fekter ist noch warum du glaubst, dass ein eurobond das lösen könnte...ich hätte mir eine fachlicher antwort erhofft

natürlich landet es (unter anderem) bei den banken...aber die haben ja den griechen das geld ja gegeben...also hatten die griechen auch was davon (haben es halt verprasst)...wenn du einen kredit gibts willst du ja auch dein geld wieder...ist ja nichts schlimmes

außerdem sind eh schon einige banken gewillt 30% der schulden zu erlassen...und gegen neue (wertvolle) bonds zu tauschen

was ist an der lösung schlecht?

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Re: Interessant ich hab jetzt ein bissi nachforschung zu jochen hahn betrieben und hab nichts gefunden was seine kompetenz unterstreicht

einem unstudierten autoren, der nicht in der finanzwelt tätig ist, traue ich das einfach nicht zu, das wirklich zu bergreifen

alle seine artikel sind auf auf den "kleinen mann" ausgerichtet, der mit dem system unzufrieden ist

bei ihm ist alles gängige böse und jede veränderung gut...über lob für europa, usa oder china kann man bei ihm lang suchen...und es ist nun wirklich nicht alles schlecht

ganz ehrlich...ich unterstelle ihm populismus um seine autoren-karriere anzutreiben... weil kritik wollen die leute lesen (egal ob sinnvoll oder nicht)
das sieht man ja immer bei den kommentaren bei den news.at artikel

immer heißts alle sind inkompetent, nur man selber nicht

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Re: Interessant Naja, abgesehen davon, dass Herr Hahn nicht meine Meinung teilt, sondern in diesem konkreten Fall wohl ich die seine, sind mir sein journalistischer Werdegang und seine Absichten vollkommen wurscht. Ich fand den Artikel lesenswert und das war’s dann auch schon.

Und was die Eurobonds betrifft habe ich nie behauptet, dass diese die non plus ultra Lösung für die Schuldenkrise wären, sondern lediglich, dass ich überzeugt bin, dass diese ( und auch der Schuldenschnitt ) früher oder später kommen werden, denn Finanzautonomie hin oder her, im Endeffekt geht es doch allen um das Überleben der Eurozone und wie ich überzeugt bin auch einer Frau Fekter, auch wenn sie meint mit national-angehauchten Argumenten die Steuerzahler beruhigen zu können. ff

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Re: Interessant In Wahrheit unterscheidet sich diese Vergemeinschaftung der Zinsen ja gar nicht so sehr von der jetzigen Praxis, denn die Hilfspakete für Griechenland ua. sind ja auch nichts anderes als EU-finanzierte Sicherheiten für Anleger. Ob ich das Geld via Transferzahlung oder über höhere Zinsen bereitstelle, macht meines Erachtens wenig Unterschied. Nur würde mit Einführung von Eurobonds die Haftung für andere Staaten gar nicht zum Einsatz kommen und die Finanzmärkte könnten die Länder untereinander nicht mehr ausspielen.

Wie auch immer, wüsste ich persönlich einen Ausweg aus diesem Dilemma, wäre ich die erste, die laut und deutlich schreit. Aber alles was schnell geht, macht’s schlimmer und für Langsames scheint die Zeit nicht zu reichen.

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Re: Interessant Und natürlich ist mir klar, dass Kritik an Politikern das Problem nicht löst. Ich dachte immer, wenn ich’s schreibe hört‘s auf *g*
Gut, dass Du mich aufgeklärt hast…aber ich bin stur und werde es weiter tun und überlass das Loben anderen. Es gleicht sich am Ende ja doch wieder aus;-))) Liebe Grüße

vardka013@hotmail.com melden

Re: Interessant also ich seh den vorteil eines eurobonds noch immer nicht...
momentan können länder wie ö und deutschland billige kredite aufnehmen und können diese mit nur einen geringen aufschlag an griechenland weitergeben (is ja eine win-win situation...wenn griechenland übern berg ist)

bei eurobons ist es leicht möglich, dass die verzinsung einfach zu hoch wird...dann hat keiner was davon...wir zahlen mehr und die griechen bekommen dann von uns auch keine billigen kredite mehr...und dieses szenario zu ignorieren ist ignorant...aber wollen wir das risiko wirklich eingehen?

die fekter macht damit ein versprechen, was sie vlt nicht einhalten kann...das stimmt...aber damit hat sie eine bessere verhandlungs situation
und ein bissi ergeiz ist kein populismus...(vor allem weils kaum einer versteht)

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Re: Interessant und ich finde natürlich kritik wichtig und man soll nicht immer "ja" und "amen" sagen...

aber 1) soll man nur da mitreden wo man ahnung hat und 2) sollte man wirklich alternativen und chancen/risiken abgleichen....die meisten sehen eine entscheidung und achten dann nur noch auf die nachteile (und wenn ihnen mal alternativen einfallen, dann werden die nachteile einfach ignoriert)

das trifft jetzt nicht expliziet auf dich zu, aber bei news.at sind 90% der leute so

und hast halt eine andere meinung (ist auch legitim) und eine solche diskussion empfinde ich auch als angenehm und bereichernd...ist hier aber selten der fall ;)

eines würde mich interessieren...wen in der politik hälts du für kompetent?...nicht nur in österreichisch

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Re: Interessant Genau das ist ja der Punkt: WENN Griechenland über den Berg ist,profitieren wir! Nur wann werden sie überm Berg sein, bei einem Wirtschaftswachstum von minus 4% und Renditen von 17%? Derzeit läuft die Sache ja genau in die entgegengesetzte Richtung und ein Land nach dem anderen kommt dazu. Und was nutzen uns billige Zinsen, wenn wir vice versa Hilfszahlungen an marode Länder leisten, die dann dennoch pleite gehen und diese Kredite nicht mehr bedienen können? Eurobonds machen es wesentlich schwerer auf den Zahlungsausfall einzelner Länder zu spekulieren, weil für diese Anleihen wesentlich mehr Kapital zur Verfügung gestellt werden müsste um die Kurse unter Druck zu setzen. Und darin liegt m.E. der Vorteil.

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Re: Interessant Mir persönlich ist diese Währungsunion ja ein Gräuel, aber da es nun mal so ist wie es ist, bleibt uns nichts anderes übrig als in den sauren Apfel zu beissen und eine solidarische Zinspolitik zu betreiben, wenn wir nicht wollen, dass alles den Bach runter geht inklusive dem relativen Wohlstand, den wir noch haben. Insofern können wir uns nationalstaatliches Denken wohl in die Haare schmieren.

Tja und das mit den postings sehe ich anders. In diesen Leserforen geht’s ja nicht darum eine wissenschaftliche Abhandlung zu schreiben, sondern eine Meinung kundzutun. Und auch wenn mir eine Meinung manchmal noch so stinkt, ist das Schreiben eines Kommentars dennoch die Entscheidung eines Nebenmenschen, die mich nichts angeht. Es zwingt mich ja niemand es zu lesen.

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Re: Interessant Naja, und ein kompetenter Politiker ist für mich einer, der nicht versucht gegen Populismus anzustinken, indem er sich auch nach dem Winde dreht, sondern durch klare Positionierungen, auch wenn’s manchmal unpopulär macht. Und es gibt quer durch den parteipoltischen Krautgarten einige, die ich für kompetent halte, auch wenn ich nicht immer oder selten einer Meinung mit ihnen bin. Hier denke ich z.B. an Mitterlehner, Van der Bellen oder Hundstorfer.Und es ist auch gut möglich,dass die FPÖ kompetente Personen in ihren Reihen hat,nur sind sie aufgrund der lauten Krieger und selbsternannten Heimatschützer an der Front nicht erkennbar.

In der außerösterreichischen Politik kann ich nur einzelne Aussagen zu bestimmten Themen bewerten,die mir eine Beurteilung schlecht möglich machen.
lg.

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Re: Interessant wenn du glaubst, dass es griechenland (und weitere länder) nicht schaffen, wie soll dann der eurobond helfen?

wir sind uns ja einig, dass es griechenland geld braucht um es zu schaffen...wir diskutieren nur um die finanzierung

und der eurobond macht es schwerer gegen einzelne länder zu spekulieren, öffnet aber tür und tor gegend die gesamt euro zone zu spekulieren... wenn du das risiko wirklich eingehen willst, na bitte...ich wäre nicht so mutig

theoretisch wäre es wirklich eine super lösung, aber die chancen für eine katastrophe ist einfach zu groß...und pokern will ich da echt nicht

wenn die allgemeine meinung gegen den eurobond steht ist das kapital dafür auch schnell da

über die währungsunion will ich echt nicht diskutieren, weil langsam sprängt das den rahmen

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Re: Interessant und mir kann es eigentlich eh egal sein was die leute hier posten...ich bin jung, klug, ergeizig und genieße eine gute ausbildung die mir mal viel geld einbringen wird...ich werd auch außerhalb österreichs erfolg haben und gefragt sein

ich halte das halt für meinen (kleinen) beitrag für die gesellschaft, die unwissenheit und heuchlerei der leute aufzudecken und sie zum nachdenken zu bewegen...ist aber ein kampf gegen windmühlen

die leute wollen das nicht hören...wie die steht fest, dass jeder der oben steht kritisiert gehört und dass es fast unmoralisch ist viel geld zu machen und sich ein vermögen aufzubauen

aber wie gesagt, nichts gegen kritik ansicht...aber die leute spiegeln die verhasste regierung genau wieder...hämmungsloser konsum und keine kompromisse

ist halt sehr traurig...

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Re: Interessant noch kurz zum eurobond...prinzipiell hab ich nichts dagegen...im gegenteil...aber der gehört nicht ein einer krise eingeführt

finds aber witzig, dass du die währungsunion nicht magst, aber dann doch für ein eurobond bist, was das ganze ja stärkt ;)...spricht aber für dich, dass du dich den umständen anpasst

sollten alle so machen...anstatt alles zu bekämpfen, sollte man probieren das system für sich zu nutzen...aber dazu braucht es halt ein gewisses Maß an intelekt und bildung... und das haben halt die wenigsten

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Re: Interessant Möglicherweise ist es ein Risiko, nur die bisherige Vorgangsweise hat ja gezeigt,dass der Rettungsschirm nicht reicht um das Vertrauen in den Euro wiederherzustellen.Mit der Einführung von Eurobonds wird den bereits geschwächten Ländern wenigstens eine vergleichsweise günstige Refinanzierung möglich gemacht,was den Druck von diesen nimmt und die Möglichkeit gibt die Schieflage wieder in den Griff zu bekommen.Und die Spekulanten mögen gierig sein aber sie sind nicht dumm.Warum sollten sie gegen eine Gemeinschaftsanleihe wetten?

Und ja die Währungsunion hat für mich dieselbe Bedeutung wie eine Zahnprothese bei alten Menschen.Nachdem der Zusammenbruch derselben mir mehr schaden als nutzen würde, ist sie für mich wohl oder übel schützenswert….aber lieb muss ich sie deshalb nicht haben. lg

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Re: Interessant genau, dass ist ja wo sich unsere meinung untscheiden...ich glaub ein eurobond wär auch für die schwächeren länder eine teuere refinanzierung, da sie aus ja nicht so viel zahlen müssen

und es ist der gleiche grund, warum man gegen jede anleihe wetten soll...

entweder um damti geld zu machen oder weil man die default-wahrscheinlichkeit für zu hoch hält (darum bedarf es vlt garnicht an spekulation)...

und dumm ist es nicht...stell dir mal vor s&p kommt auf die idee den bond ein non-investment grade zu geben...ich glaub dann ist die währungsunion geschichte...und reist uns allen einen fettes loch ins budget

und ich weiß nicht ob die deutsche wirtschaft stark genug ist, dass sie den markt von der anleihe überzeugen kann

deutschland deswegen, weil es das stärkste zugpferd ist

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Re: Interessant Wie schon oben gesagt, die ultimativ richtige Lösung gibt es wahrscheinlich nicht, nur wenn das Bisherige nicht von Erfolg gekrönt war, muss man sich Neues überlegen und viele Alternativen scheint es nicht mehr zu geben. Und ich befürchte die Zeit eilt, denn wenn es in Italien mal wirklich zu brodeln beginnt, war das bisher dagewesene ein lauwarmes Mailüfterl und dann ist die Währungsunion wirklich Geschichte.

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Re: Interessant ich kann dazu auch nicht mehr viel sagen...aber ich glaub halt, dass es noch ein bissi zeit benötigt...

wenn es mit italien, spanien, protugal usw. auch passiert, dann seh ich leider auch schwarz...was uns, egal mit oder ohne euro, sehr hart treffen wird...sind ja wichtige exportpartner und haben auch viel geld dort investiert

aus diesen grund halte ich es für sinnvoll sich solitarisch zu zeigen (was du ja anscheinend genauso siehst)

deshalb wär mir ein eurobond auf jeden fall lieber als nichts zu tun (soweit sind wir uns glaub ich einig ;)...wir werden sehen was die zukunft bringt

Cut Mitgefangen - mitgehangen. Die Pensionisten wird es als erstes treffen.

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