Griechenland von

Kein Riesen-Hilfspaket

Weiter Hilfen laut Schäuble "hochwahrscheinlich", jedoch keine "Riesensummen"

Griechischer Euro © Bild: APA/DPA/O. Berg

Ein neues Hilfsprogramm für Griechenland wird nach den Worten des deutschen Finanzministers kleiner ausfallen als die beiden ersten Rettungspakete. Ein drittes Programm werde nicht mehr so viel Geld umfassen, sagte Wolfgang Schäuble. "Das Volumen wird sehr viel niedriger sein", ergänzte er am "Tag der offenen Tür" in seinem Ministerium. Es werde im nächsten Jahr keine "Riesensumme" sein.

Schäuble bekräftigte, dass weitere Hilfen an das stark verschuldete Euro-Land "hochwahrscheinlich" seien. Dazu müsse Griechenland aber die Verpflichtungen erfüllt und einen Primärüberschuss erzielt haben. Dies werde vor dem Auslaufen des bis Ende 2014 vereinbarten Programms geprüft und entschieden. Das weitere Geld für Griechenland werde nicht allein aus EU-Strukturfonds kommen: "Irgendwas wird kommen."

Er teile nicht Befürchtungen auch in der Koalition, der Reformdruck auf Griechenland könnte durch Aussagen über ein drittes Hilfspaket abnehmen, sagte Schäuble. Einem weiteren Schuldenschnitt erteilte er erneut eine klare Absage: Nach dem ersten Schuldenschnitt hätten die Euro-Finanzminister geschworen, dies sei "völlig einmalig, nie wieder".

"Wenn Griechenland neue Hilfen braucht, werden es etwa zehn Milliarden Euro sein", sagte der griechische Finanzminister Jannis Stournaras der Zeitung "Proto Thema". Die Pflichten seines Landes im Gegenzug für die bereits von den internationalen Geldgebern gewährten Hilfen seien bis 2016 festgelegt und dürften nicht verändert werden. Der Minister betonte: "Wir sprechen nicht über ein neues Rettungspaket, sondern über ein Paket mit Wirtschaftshilfen."

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