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Ende des griechischen Euros?

Laut Regierung in Athen kein Tabu mehr: "Ohne Rettungshilfe sind wir raus"

Griechenland - Ende des griechischen Euros? © Bild: APA/EPA

Ohne neue Milliardenspritzen von EU und IWF fürchtet Griechenland das Aus für seine Euro-Mitgliedschaft. "Die Vereinbarung über Rettungshilfen muss unterzeichnet werden, andernfalls sind wir von den Märkten abgeschnitten und raus aus dem Euro", erklärte Regierungssprecher Pantelis Kapsis im Fernsehen.

"Die Lage wird sich dann sehr verschlechtern." Bisher galt ein Euro-Austritt in Athen als Tabu. Griechenland hofft auf Finanzhilfen in Höhe von 130 Mrd. Euro, um eine Pleite abzuwenden. Bundesbankchef Jens Weidmann schloss aus, dass die EZB schuldengeplagten Euro-Staaten als letzter Retter in der Not zur Verfügung steht.

"Troika" im Jänner in Athen
Mitte Jänner reisen Vertreter der 'Troika' aus Internationalem Währungsfonds (IWF), der EZB und der Europäischen Kommission nach Athen, um über weitere Einsparungen im Rahmen des europäischen Rettungspakets zu verhandeln. Zu den Auflagen der Troika gehören neben einer Steuer- und Justizreform auch äußerst unpopuläre Rentenkürzungen. Sie dürften nur schwer durchzusetzen sein, da dem griechischen Volk bereits mit den Sparauflagen eines ersten Rettungspakets der internationalen Geldgeber viel abverlangt wurde.

Austritt galt lange als undenkbar
Ein Austritt Griechenlands galt in der Euro-Zone lange als undenkbar. EZB-Chef Mario Draghi hält ihn unter den EU-Verträgen rechtlich nicht für möglich. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble betrachtet die Währungsunion gar als Schicksalsgemeinschaft. Allerdings könne die EU niemanden zwingen, dabeizubleiben, betonte Schäuble jüngst in einem Zeitungsinterview. Das zweite Hilfsprogramm für Griechenland sieht im Gegensatz zum ersten Paket im Volumen von rund 110 Mrd. Euro vor, dass sich auch private Gläubiger über einen Forderungsverzicht an der Rettung des Ägäis-Landes beteiligen. Schäuble setzt darauf, dass die entsprechenden Verhandlungen bald zum Abschluss kommen.

Skandal im Finanzministerium
Als Teil der Maßnahmen gegen die Schuldenkrise hat Griechenland Steuersündern und Korruption den Kampf angesagt. Ein Schlaglicht auf die Missstände im Land wirft der jüngste Skandal im Athener Finanzministerium: Ein ranghoher Mitarbeiter wurde angeklagt, Geldstrafen von Firmen nicht eingezogen zu haben. Ein Sprecher des zuständigen Gerichts sagte, der für Steuern und Zölle zuständige Generalsekretär habe dem Staat einen Schaden von 15 Mio. Euro zugefügt.

Kein Einzelfall
Das klamme Griechenland ist in Europa kein Einzelfall: Nachdem Irland und Portugal in der Schuldenkrise unter einen Euro-Rettungsschirm geschlüpft waren, wurde die Lage seit dem Sommer vorigen Jahres auch für Italien und Spanien brenzliger. Das schwindende Vertrauen der Investoren in eine nachhaltigen Abbau der Schulden bezahlten die beiden Südländer mit steigenden Renditen am Kapitalmarkt. Die EZB sorgte mit Staatsanleihenkäufen am Sekundärmarkt dafür, dass die Zinslast gedrückt wurde. Dies darf nach Ansicht von Bundsbankchef Weidmann jedoch kein Dauerzustand werden. In einem Gastbeitrag für die "Börsen-Zeitung" sprach er sich zudem gegen eine massive Ausweitung der Bondkäufe aus. Falls die Europäische Zentralbank (EZB) zu einem Kreditgeber der letzten Instanz für Staaten werde, würde das "Eurosystem damit seine Prinzipien über Bord werfen und den bestehenden Rechtsrahmen ignorieren", warnte Weidmann. "Dieser Weg wäre daher grundverkehrt."

"Alle Länder eine Garantie geben"
Die Forscher des gewerkschaftsnahen Düsseldorfer IMK-Instituts sehen das ganz anders. Die EZB müsse sich stärker beim Kauf von Staatsanleihen engagieren, fordern sie. Echtes Vertrauen an den Märkten werde aber erst dann zurückkehren, wenn Politik und EZB deutlich machten, dass sie selbst keine Zweifel an der Zahlungsfähigkeit aller Mitglieder der Währungsgemeinschaft haben. "Um dies zu zeigen, müssen die Euroländer in irgendeiner Form eine Garantie für die ausstehenden Staatsanleihen geben."

Der zuletzt stark unter Druck geratene Euro gewann etwas Luft und überwand die psychologisch wichtige Marke von 1,30 Dollar. Damit blieb er jedoch in Reichweite seines 15-Monats-Tiefs der vergangenen Woche. "Dass die Zurückhaltung der Investoren gegenüber dem Euro vor dem Hintergrund des enormen Finanzierungsbedarfs Italiens im ersten Quartal groß ist, liegt auf der Hand", betonte Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz. Das hoch verschuldete Land muss auslaufende Anleihen im Volumen von mehreren Hundert Milliarden Euro refinanzieren.

Kommentare

Staatsbankrott Nachdem das "Rettungspaket 1 mit 110 Mrd " wohl schon aufgebrauctht ist und Griecheland schon wieder vor dem Staatsbankrott steht, sei die Frage erlaubt was diese so genannten Rettungsmaßnahmen bisher eigentlich gebracht haben. Nichts..... Eine Loch auf Loch zu Poltik die schlimmer gar nicht mehr sein kann. Mit neuen Schulden werden alte zurückgezahlt und das wars. Ach ja und da war doch diese geniale Aktion vom Duo Infernale Merkel Sakorzy der Schuldenschnnit ,, sorry natürlich Haircut, da werden 110 Mrd diesen Griechen in den Rachen geworfen dafür kommen 130 MRD neue Schulden dazu. Ich denke es wird mittelfristig nachdem dann Merkorzy genügend Milliarden der EU Staaten versenkt haben, doch zum Staatsbankrott kommen. Auf das Geschrei freue ich mich jetzt schon

Ivoir

Griechenland hofft auf Finanzhilfen in Höhe von 130 Mrd Ich bräuchte davon nicht einmal die Zinsen eines Tages! Im Verhältnis gesehen, bin ich ebenso hoch verschuldet wie die Griechen oder sagen wir es offen, jedes EU-Land, Ich habe meine Gesundheit, meinen Arbeitswillen und meine Arbeitskraft in die Waagschale gelegt. Aber keiner in der EU ist bereit, in der anderen Schale soviele Euros anzuhäufen, damit sich das Zünglein wieder in der Waage hält.

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Griechenland Das Dauergerede über Griechenlands Staatsbankrott zeigt eigentlich EINES: Die offizielle Bankrotterklärung wird es gar nicht geben-denn sie ist längst schleichend"geschehen". Wir müssen ehrlich zu uns sein: Die Pleite Griechenlands interessiert vor allem die Medien. Selbst bei einer "offiziellen Konkurserklärung" Griechenlands mit allen Folgen(EURO - Austritt) wäre nach 1 Woche spätestens das Thema nicht mehr aktuell- es berührt uns nicht wesentlich. Die Folgen werden spekulativ unglaublich dramatisiert! Es geht viel mehr um die Eitelkeit der EG nicht eingestehen zu wollen, daß die Idee des Euro und der EG(in heutigen Dimensionen) ein posthum(Palme!) verwirklichter Schwachsinn sind. Es dämmert den Verantwortlichen schön langsam, wie unvereinbar Politik und Wirtschaft sind.

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Re: Griechenland Politik und Wirtschaft war noch nie \'ein vernehmbar\'.
Problem ist, dass die Politiker sich als die Elite Klasse ansehen was sie nun einmal nicht sind. Ich verstehe auch sehr gut, das die wirklich profunden Kenner der Wirtschaftlichen Verhältnisse und die die eventuell das Ruder noch herumreisen könnten sich das nicht antuen, und in die die Politik gehen.

Politik ist heute nur noch ein Deckmantel der Macht und Selbstbereicherung. Und das wird mit allen Mitteln durchgezogen (siehe den kleinen Niko).

Ich möchte auch keinen Beruf haben, in dem mich alle Welt als Berufslügner bezeichnen kann.

In der nächsten Ölkrise Kann Österreich in wenigen Monaten in die gleiche Lage kommen wie Griechenland.

christian95 melden

Schon im November stellte die OECE fest: Die Regierung in Griechenland ist nicht in der Lage die Krise zu meistern.

christian95 melden

Im Juni erklärte Frau Fekter dem Parlament: ..... "Geld, das wir nach Griechenland schicken ist ein gutes Geschäft".

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