Griechenland Börsen von

Kursfeuerwerk nach Griechen-Wahl

Anleger reagieren erleichtert auf Wahlergebnis. Analysten warnen jedoch

Griechenland Börsen - Kursfeuerwerk nach Griechen-Wahl © Bild: APA/DPA/Roessler

Jubel an den europäischen Börsenplätzen. Die Anleger reagieren erleichtert auf die Ergebnisse der griechischen Wahlen. Europas Börsen starten am Montag im Plus und sogar die Anleihezinsen Griechenlands sanken erstmals seit längerer Zeit wieder. Allerdings warnen Analysten bereits, dass die Probleme der Eurozone ungelöst sind und die Erholung nur vorüberghend sein könnte.

An den weltweiten Börsen wurde das Ergebnis der griechischen Wahl mit Erleichterung aufgenommen, war doch für den Fall eines Wahlsiegs der linken Syriza-Partei, mit einem Ausstieg Griechenlands aus dem Euro spekuliert worden. Durch dem Wahlsieg der konservativen Nea Dimokratia, ist dieses Szenario zumindest vorerst einmal abgesagt.

In ersten Reaktionen zeigten sich Bankvolkswirte erleichtert, verwiesen jedoch auf die nun anstehenden Koalitionsverhandlungen, die alles andere als leicht werden dürften. So plädiert Pasok-Chef Evangelos Venizelos für eine möglichst breite Koalition unter Einbindung von Syriza. Das gilt als schweres Unterfangen, da die Parteien völlig unterschiedliche Positionen haben und ein Kompromiss nur schwer zu erscheint. An der desolaten wirtschaftlichen Situation der griechischen Wirtschaft ändert der Wahlausgang nichts.

PSpanien im Fokus

Darüber hinaus ändert das Wahlergebnis freilich nichts an dem desolaten Zustand der griechischen Wirtschafts- und Haushaltslage. Dementsprechend bewerten die meisten Analysten die aktuellen Kursgewinnen an den europäischen Börsen nur als kurzfristige Erholung, da die wesentlichen Probleme der Eurozone noch ungelöst sind.

"Es gibt ein kurzfristiges Aufatmen", sagte Belinda Allen, Investmentanalystin bei Colonial First State Global Asset Management in Sydney der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg. "Wir alle wissen, dass Griechenland noch einen langen und harten Weg vor sich hat und die Probleme Europas durch diese Wahl nicht gelöst sind."

Im Laufe des Tages geriet Spanien immer stärker in den Fokus. Offenbar wurde gleich nach dem griechischen bereits der nächste Krisenherd in Europa ausgemacht. Die Zinsen auf spanische Anleihen erreichten jedenfalls bereits einen neuen Rekordstand.