Warnung von

Griechen brauchen weitere Hilfen

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem glaubt an ein drittes Hilfspaket 2014

Euro-Münzen © Bild: APA/dpa/Oliver Berg

Spekuliert wurde schon lange darüber - nun macht Eurogruppenchef Dijsselbloem klar: Griechenlands Probleme dauern an. Athen braucht mehr Hilfe. Auch über 2014 hinaus. Konkrete Maßnahmen oder Zahlen nennt er nicht. Die Euro-Partner stünden aber bereit.

Griechenland wird nach Worten von Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem im nächsten Jahr wohl ein drittes Hilfspaket brauchen. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass Griechenland am Ende des laufenden Programms weitere Unterstützung benötigen wird", sagte Dijsselbloem am Donnerstag im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments in Brüssel. Wie dies aussehen könnte, sei offen.

"Ich habe nicht über neue Kredite für Griechenland gesprochen", betonte der Eurogruppenchef - also Geld aus dem Euro-Rettungsschirm. "Es ist viel zu früh, um über den Umfang oder die Bedingungen eines möglichen neuen Programms zu reden." Seit Wochen sind neue Griechenland-Hilfen Thema im deutschen Bundestagswahlkampf.

Der Eurogruppenchef stellte in Aussicht, dass die Euro-Partner der Regierung in Athen bei den Schulden entgegenkommen könnten. So sei denkbar, die Zinsen für Athens Kredite zu senken oder Griechenland den Zugang zu EU-Fördergeldern zu erleichern.

Bedingungen müssen erfüllt werden

"Wir [die Eurogruppe] stehen bereit, mehr zu tun - unter der Voraussetzung, dass Griechenland alle Bedingungen erfüllt", sagte Dijsselbloem in der Fragestunde der Abgeordneten. Das Land müsse etwa weitere Reformen umsetzen. Eine Entscheidung könne aber erst auf der Grundlage neuer Zahlen getroffen werden, dies werde im April 2014 der Fall sein.

Zahlen zum Finanzbedarf Athens nannte der Eurogruppenchef nicht. Der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras hatte den voraussichtlichen Fehlbetrag im derzeitigen Rettungsprogramm auf rund zehn Mrd. Euro beziffert.

Nach Worten Dijsselbloems kommt die griechische Wirtschaft voran, jedoch bleibe die Lage schwierig. "In Bezug auf ein mögliches drittes Programm für Griechenland ist klar, dass trotz jüngster Fortschritte Griechenlands Probleme nicht - und ich wiederhole - nicht 2014 komplett gelöst sein werden."

Austritt keine Option

Der Eurogruppenchef und niederländische Finanzminister betonte, dass ein Austritt Griechenlands aus dem gemeinsamen Währungsraum keine Option sei. "Es gibt Einstimmigkeit in der Eurogruppe, dass die Intaktheit der Eurozone gewahrt wird." Es helfe Schuldenstaaten nicht, den Währungsraum zu verlassen und ihre alte Währung wieder einzuführen und abzuwerten. "Die Abwertung ist keine Methode [...], um Probleme der Wettbewerbsfähigkeit oder andere Strukturprobleme der Wirtschaft zu lösen", so Dijsselbloem.

In Deutschland war die Diskussion über weitere Griechenland-Hilfen nach einer Äußerung von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) auf einer Wahlkampfveranstaltung neu entfacht.

Ökonomen für zweiten Schuldenschnitt

Einige Ökonomen halten den Schuldenstand des Krisenlandes auf Dauer für nicht tragbar und plädieren für einen zweiten Schuldenschnitt, bei dem auch Deutschland auf Geld verzichten müsse. Griechenland ist selbst nach zwei Hilfsprogrammen in Höhe von insgesamt 240 Mrd. Euro und einem Schuldenschnitt nicht aus dem Schneider.

Auch Irland kann nach Dijsselbloems Worten darauf hoffen, weitere Unterstützung zu bekommen, wenn es sich ab Jänner 2014 wieder an den Finanzmärkten finanzieren will. "Es wird Maßnahmen geben, um Irland zu unterstützen, wenn es das Hilfsprogramm verlässt", versprach der Eurogruppenchef. "Ich kann keine Details nennen." Die Eurogruppe werde im November über das weitere Vorgehen im Falle Irlands entscheiden. Irland bekommt ein Hilfspaket von 85 Mrd. Euro.

Kommentare

Griechenland ist näher als manche denken. Auch wir haben Rekordstaatsschulden und Rekordarbeitslosigkeit.

http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0

aufzeig
aufzeig melden

deswegen Leute - geht wählen - wer nicht wählen geht, der hat auch nicht das Recht sich nachher zu beschweren!

christian95 melden

...und wählt Veränderung, denn nur wer Veränderung wählt kann auch Veränderung erwarten - sonst ändert sich weiterhin nichts!

aufzeig

Gelder sollen eher im Land fließen und zwar für Menschen die unter der Armutsgrenze leben müssen etc.aber nicht für Fremde die nie was zurück zahlen werden.Politiker denkt an UNSER Land zuerst und dann an ANDERE!

aufzeig

es darf kein 3 oder 4tes Mal an Geldern fließen, noch dazu an ein Land das sich mit falschen Angaben in die EU reingeschmuggelt hat.Es muss ein ENDE sein mit den Hilfen die sicher nicht den Griechen helfen die derzeit hungern!

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=994xbDsSvYc

Rot und schwarz! Bald werden euch noch mehr Stimmen fehlen dann noch mehr und noch mehr. Viel Spaß in der Opposition

Ich denke WIR sollten SPÖ+ÖVP wieder wählen, damit sie noch mehr Mrd. unseres Steuergeldes in die Schuldenländer schicken können.
Wem kümmert schon Rekordarbeitslosigkeit und Rekordstaatsschulden im eigenen Land?

Als am 13.6.2011 HC Strache im Parlament von "einem Faß ohne Boden" sprach haben ihn SPÖ+ÖVP lautstark ausgelacht. Frau Fekter meinte: "Mrd. die wir nach Griechenland schicken sind für uns ein gutes Geschäft".
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=994xbDsSvYc
Wahltag ist Zahltag!

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Geh herst Dijsselbloem du alter Optimist :)
Woas hoast du a Drittes...geh, do kommen mir joghurt-sauce glei die Tränen vor lauter Lochn...
Die Griechen brauchen nicht nur a Drittes, sondern a Viertes und Fünftes a NOCH!! Mir scheint die wolln uns das WEISSE von die Augen a NOCH nehman, herst !!

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Du, i waß net, oba vielleicht hot der Doktor doch recht und i bin scho komplett deppat, herst ...weil dos gibts jo net, dass nur i gscheit bin und die RESTLICHEN in dieser EU nur lauter Volltrotteln san !!

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Sche laungsaum glaub ich, wenn wir in Europa diesen griechischen Banken den Krieg erklärn täten und denen klan Sporern gleich dos Geld auszohln täten, käm uns das BILLIGER, weil da müsst man den Direktoren nicht auch noch die Provision und das Gehalt überweisen !!!!

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Mit dem gesendeten Geld von der EU wird dann gleich die nächste Bank gekauft, welche dann sogenannte uneinbringliche Millionenkredite vergibt und in Konkurs geht und zur Rettung wieder von der EU Milliarden bekommt...eine EierlegendeWollMilchSau das GANZE :) Besser wie jede Anleihe oder Aktie

bushmaster

Perverse EU ,perverser Euro, perverse Politiker, perv. NR-Wahl !!!

Seite 1 von 2