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Flüchtlinge- Neue Regierung in Sofia finalisiert Grenzzaun

Minister: "Migrantendruck" um das Zehnfache nachgelassen"

Bulgariens Grenzzaun zur Türkei ist fast fertig. Entlang dieser 259 Kilometer langen EU-Außengrenze soll auf den nur noch 21 verbliebenen Kilometern ebenfalls die Barriere gegen illegale Übertritte von Flüchtlingen errichtet werden.

Auf einem anderen, 30 Kilometer langen Grenzabschnitt, wo der Zaun bereits fertig sei, sollen noch die dazu gehörenden Landwege gebaut werden, wie der Innenminister der neuen bürgerlich-nationalistischen Regierung, Walentin Radew, am Freitag in der Fragestunde des Parlaments sagte.

Die EU hatte Bulgarien 160 Millionen Euro für dessen Grenzschutz zugeteilt. Doch einige öffentliche Aufträge verzögerten sich, klagte der Minister. Die Grenzüberwachung biete aber nach seiner Auffassung einen "zuverlässigen Schutz gegen den Migrantendruck". Dieser habe bis um das Zehnfache im Vergleich zum Vorjahr nachgelassen, sagte Radew.

In dem ärmsten EU-Land Bulgarien leben rund 4.500 Migranten in Aufnahmezentren, in denen rund 40 Prozent der Plätze nicht belegt sind. Bulgarien lag etwas abseits der sogenannten Balkanroute für Flüchtlinge nach Westeuropa, die seit März 2016 dicht ist.

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