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Aktivisten stürmen AKWs

Schweden: Organisation fordert Abschaltung von unsicheren Atomkraftwerken

AKW Ringhals in Schweden © Bild: APA/EPA/BJORN LARSSON ROSVALL

Mit Fahrrädern und zu Fuß sind Dienstagfrüh rund sechzig Greenpeace-Aktivisten in die schwedischen Atomkraftwerke Ringhals und Forsmark eingedrungen. Mit ihrem "friedlichen Stresstest", so die Umweltorganisation, wollten die Umweltschützer auf Sicherheitsmängel bei den Atomkraftwerken aufmerksam machen.

In einer Erklärung forderten sie Umweltministerin Lena Ek auf, die als unsicher erklärten Atomkraftwerke unverzüglich abzuschalten. Vergangene Woche hatte die EU-Kommission ihren AKW-Stresstest vorgelegt, der erhebliche Sicherheitsmängel bei den 145 untersuchten Reaktoren auflistet, darunter bei den schwedischen Atomkraftwerken Ringhals, Forsmark und Oskarshamn.

Nach Angaben von Greenpeace sind die Aktivisten mit Leitern über die Zäune geklettert. "Die EU hat nicht den unerlaubten Zutritt zu den Atomkraftwerken getestet. Wir haben heute gezeigt, dass die Sicherheit überhaupt nicht ausreichend ist", sagte die Vorsitzende von Greenpeace Schweden, Annika Jacobsson. Die Polizei nahm insgesamt 59 Personen fest.

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