Grazer Fußball-Krise GAK-Mitglieder und
Ex-Boss Harald Fischl klagen Bundesliga

Fan-Koordinator Heinz Pulko: "Graz ist nicht tot" PLUS: Alle Informationen zu den Punkteabzügen

Rund 200 Mitglieder des GAK bringen gemeinsam mit Ex-Präsident Harald Fischl eine Sammelklage gegen die österreichische Fußball-Bundesliga ein. Damit wollen die Grazer die von ihnen nur "Schandenurteil" genannte Bestrafung ihres Klubs anfechten. Das wurde bei einem Treffen in Laßnitzhöhe beschlossen.

"Wir werden alle Ressourcen ausschöpfen, damit unser Klub nicht einfach ausradiert wird", kündigte GAK-Fan-Koordinator Heinz Pulko gegenüber der APA an. Wenn nötig, wolle man bis zum Obersten Gerichtshof gehen.

"Graz ist nicht tot", verkündete Pulko, der gleichzeitig für 10. April eine gemeinsame Protestaktion von Sturm und GAK auf dem Grazer Hauptplatz ankündigte. "Gegen die Politik und den steirischen Fußball-Verband, denn der hat sich noch kein einziges Mal zu Wort gemeldet. Da wird der Hauptplatz brennen", so Pulko. "Nach Ostern kommt die Auferstehung", war sich auch Ehrenobmann Fischl nach dem Treffen, bei dem auch Ex-Boss Rudi Roth vorbeischaute, sicher.

Von einem generellen "Wien-Hass" auf Grund der Punkteabzüge für die Grazer Klubs will Pulko nichts wissen: "Alles Blödsinn. Die Schulden hat der GAK gemacht, nicht Wien. Es geht aber darum, den Schuldigen zu finden, der den GAK vernichtet hat."

(apa/red)