Anrainer gehen für mehr Sicherheit auf die Straße

Fußgänger sperren Wetzelsdorferstraße und fordern Politik zum Handeln auf

von Graz - Anrainer gehen für mehr Sicherheit auf die Straße © Bild: privat
Graz: Anrainer fordern mehr Sicherheit auf der stark befahrenen Wetzelsdorferstraße.
© privat Das Verkehrsaufkommen auf der Wetzelsdorferstraße um 9.00 Uhr.

"Die Wetzelsdorferstraße ist eine politische Schande!", kritisiert die Organisatorin der Straßensperre, Waltraude Hollerer. Vor allem seit der der Umgestaltung der Nahverkehrsknoten Don Bosco habe sich das Verkehrsaufkommen schlagartig verdoppelt. Dadurch sei die Wetzelsdorferstraße in beide Richtungen für den Verkehr geöffnet. Durchschnittlich mit 65 km/h würden die Autos dort direkt an den Fußgängern vorbeibrausen. "Dies ist eine weitere Einladung an die Autofahrer, die Wetzelsdorferstraße vermehrt zu benützen. Nur den unmittelbar Betroffenen wurden Lärmschutzwände und ein kurzes Stück Gehweg spendiert. Auf die restlichen Anrainer hat die Politik nobel vergessen", heißt es in einer Aussendung der Organisatoren.

Uneingelöste Versprechen der Behörden

Versprochene Änderungen sind laut Betroffenen bisher nicht eingehalten worden. Im Jahr 2000 sei von den Behörden der Landesstraßenverwaltung ein Konzept zur Entlastung der Anrainer vorgestellt worden, das bis 2008 umgesetzt werden sollte. Einzige Veränderung sei jedoch eine neue Asphaltierung der Straße gewesen. Die Sicherheit der Fußgänger, im Sinne eines breiteren Gehweges, sei dabei nicht berücksichtigt worden, so Hollerer. Die Gelder hätten schlichtweg gefehlt.

© privat Die Fußgänger trennt nur ein schmaler Gehweg von der stark befahrenen Straße.

Die Untätigkeit der Politik und Behörden sowie die gestiegene prekäre Sicherheitssituation haben die Anrainer nun auf die Barrikaden steigen lassen. Am Montag wurde zwischen 7.30 Uhr und 7.45 Uhr eine Straßensperre auf der Problemstrecke errichtet. "Zahlreiche Leute sind gekommen. Die Betroffenen sind froh, dass sich endlich jemand der Sache annimmt", sagt Waltraude Hollerer. Und der Appell ist eindeutig: "Wir Anrainer fordern die Umsetzung dieser von allen Parteien versprochenen Maßnahmen".

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