Graz von

Hanf-Plantage entdeckt

22-jähriger Dealer züchtete im Freien 200 Pflanzen "gegen Mäuseplage"

Cannabis Anbau © Bild: Corbis

Ein 22-jähriger in Graz lebender Bosnier hat Hunderte Hanfpflanzen im Garten des Wohnhauses seiner Eltern gepflegt und mit dem geernteten Marihuana gedealt. Seiner Mutter gegenüber soll er die Stauden als "Mittel gegen die Mäuseplage" begründet haben.

Der Bosnier war den Beamten bei Ermittlungen aufgefallen, und darum wollten sie ihn vergangene Woche an seiner Wohnadresse zur Rede stellen. Im Garten mit Hanglage entdeckten die Kriminalisten rund 200 in Blüte stehenden Hanfstauden. Die Pflanzen hätten nur mehr geerntet und getrocknet erden müssen und hätten 30 bis 40 Kilogramm Marihuana ergeben. Bei zehn Euro Grammpreis hätte das einen Erlös von zumindest 300.000 Euro gebracht.

Nach Österreich geschmuggelt

Weitere Ermittlungen ergaben, dass der 22-Jährige in drei Tranchen 1,7 Kilogramm Amphetamine versteckt in Fruchtsaftpackungen im Linienbus oder in seinem Auto nach Österreich geschmuggelt hatte. Das Suchtgift streckte der Verdächtige auf zweieinhalb Kilogramm und verkaufte es um sieben bis acht Euro je Gramm an fünf Stammkunden.

280 Gramm Amphetamine

Bei der Hausdurchsuchung entdeckten die Kriminalisten 280 Gramm Amphetamine im Straßenverkaufswert von knapp 20.000 Euro, eine geringe Menge Kokain und bereits getrocknete Hanfstauden im Gartenhaus. Außerdem hatte der 22-Jährige 2.500 Euro Verkaufserlös, Streckungsmaterial und eine Suchtgiftwaage bei sich zu Hause. Der Mann wurde festgenommen und in die Justizanstalt Graz-Jakomini gebracht.

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