Gratiszeitungen der Länder vereinigt euch?
Mediaprint & Pressehaus NÖ erwägen Allianz

"Bezirksjournale" & "Unser Niederösterreich betroffen Organisation der Mediaprint steht auf dem Prüfstand

Gratiszeitungen der Länder vereinigt euch?
Mediaprint & Pressehaus NÖ erwägen Allianz © Bild: APA/Pfarrhofer

Die Mediaprint ("Kronen Zeitung", "Kurier") sucht offenbar weiter nach Kooperationsmöglichkeiten. Medienberichten zufolge gibt es Gespräche zwischen Mediaprint und dem Niederösterreichischen Pressehaus ("Niederösterreichische Nachrichten") über eine Zusammenlegung der Gratiszeitungsaktivitäten. Mediaprint-Manager und WAZ-Vertreter Bernhard Schneider bestätigte entsprechende Überlegungen, eine Entscheidung dürfte bis Jahresende fallen.

"Sie haben Ergebnisprobleme, wir haben Ergebnisprobleme - jetzt überlegen wir, ob wir es zusammen besser machen können", so Schneider. Die Mediaprint gibt in Wien unter anderem die kostenlosen "Bezirksjournale" heraus. Die Niederösterreichische Gratismedien GmbH, eine hundertprozentige Tochter des Niederösterreichischen Pressehauses, betreibt das Gratisprodukt "Unser Niederösterreich". Dass die Ergebnisprobleme in einem Zusammenhang mit der verstärkten Präsenz von Styria Media Group und Moser Holding im Gratiszeitungssektor zu tun haben könnten, verneinte Schneider.

Weiters betonte er auf Nachfrage, dass sich die Bemühungen der Mediaprint um Kooperationen im Gratissektor derzeit lediglich auf Niederösterreich beschränken. In Salzburg ist die Mediaprint vor kurzem eine weitere Kooperation mit den "Salzburger Nachrichten" eingegangen und hat dort die Hauszustellung zusammengelegt.

Mediaprint-Organisation auf Prüfstand
Grundsätzlich steht derzeit die gesamte Organisation der Mediaprint "auf dem Prüfstand", so der WAZ-Vertreter im Gespräch. Wie der Verlag künftig aufgestellt sein könnte, wollen die Gesellschafter noch in diesem Jahr entscheiden. Die Mediaprint steht via "Krone" und "Kurier" im gemeinsamen Eigentum Hans Dichands, der deutschen WAZ und des Raiffeisen-Konzerns. Seit 1988 betreibt sie die zeitungswirtschaftlichen Aktivitäten von "Kronen Zeitung" und "Kurier" und soll dem Vernehmen nach künftig nur mehr für Druck und Vertrieb zuständig sein.

Das Niederösterreichische Pressehaus mit ihrem Flaggschiff den "Niederösterreichischen Nachrichten" steht im Eigentum des katholischen Bistums St. Pölten (54 Prozent), des Pressvereins in der Diözese St. Pölten (26 Prozent) sowie der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien (20 Prozent).
(apa/red)