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Grasser: Auffällige Provision rund um Post-Privatisierung

150.000 Euro an Firma mit KHG-Beteiligung weitergeleitet - ohne Leistungen

Neue Fragen - Grasser: Auffällige Provision rund um Post-Privatisierung © Bild: Format Ehm Ian

Die unter dem früheren Finanzminister Karl-Heinz Grasser durchgeführte Teilprivatisierung der Österreichischen Post AG im Mai 2006 wirft laut einem Bericht des am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazins "profil" neue Fragen auf. Ein Gutachter ortet etwa auffällige Provisionszahlungen.

Die Beratungsgesellschaft Valora AG von Peter Hochegger verrechnete der am Börsegang beteiligten Investmentbank Raiffeisen Centrobank AG auf Grundlage eines 2003 geschlossenen Beratervertrages damals eine Erfolgsprovision in der Höhe von 350.000 Euro. Das "profil" zitiert nun aus einem Gutachten des Sachverständigen der Staatsanwaltschaft Matthias Kopetzky. Ihm zufolge wurde etwa die Hälfte der Summe, 150.000 Euro, von der Valora AG in zwei Tranchen weitergereicht an die von Hochegger und Walter Meischberger gegründete Wiener Valora Solutions GmbH. An dieser beteiligte sich Grasser im Februar 2007 zu einem Drittel.

Keine Leistung erbracht?

Die Weitergabe erfolgte auf Basis von Rechnungen - mit dem Rechnungszweck "Post-Börsegang" - , die der Sachverständige jedoch anzweifelt: "Rein inhaltlich erbrachte die Valora Solutions ... keine Leistungen, was schon zeitlich gesehen auch nicht möglich gewesen wäre, weil die Valora Solutions erst im Jänner 2007 ... gegründet wurde und überdies keine Mitarbeiter hatte, welche die Leistungen erbringen hätten können, der Post-Börsegang jedoch schon im Jahr davor stattgefunden hat."

Grasser bestritt wiederholt Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit dem Post-Börsegang.

Kommentare

Laleidama

die Freischaltung für die im Raum stehenden Anklagen , kommen erst spät.....wer hat da an der Uhr gedreht und warum...????

11223344 melden

kann sich jemand an den western erinnern ''hängt ihn höher''? ....... war ein klassiker und ist noch immer modern

christian95 melden

Als ÖVP Finanzmimnister genießt er einen anderen Schutz wie Dörfler oder und die Brüder Scheuch (alle BZÖ). Es ist kein Nachteil wenn SPÖ+ÖVP auch Richter und Staatsanwälte im Proporz mit ihren parteigünstlingen besetzen.

Grabt mal in der Geschichtetruhe. Grassers Eltern hatten ein Autohaus in Klagenfurt. Die haben selbst Kunden ein Auto verkauft wo sie wussten er kann es sich nicht leisten. Spätestens nach einigen Monaten gab es dann den Bankeinzug, da hat man halt noch einmal verdient. Was dann noch alles lief möchte ich gar nicht wissen. War wohl eine gute Schule für den junior.

Schaut einmal das Gesicht ganz genau an. So einer war Finanzminister.

AdLa melden

Wenn Grasser für alle seine Vergehen die Höchststrafe bekäme, müsste er lebenslänglich kriegen. Aber es gilt ja die Unschuldsvermutung.

christian95 melden

LH Pröll wollte ihn sogar zum ÖVP Obmann machen.
Grasser, Strasser, Waffengraf und Josef Pröll (alle ÖVP). Josef Pröll hat die Hypo verstaatlicht und somit dem Steuerzahler Mrd. gekostet.
Wir verdienen nichts anderes. So lange so viele Leute immer wieder ÖVP wählen....

gruzinuzi melden

die schwarz-blauen Sumpf der Ära Grüssel-Schasser aufzuarbeiten dauert eben seine Zeit!

christian95 melden

Und die SPÖ schützt diese Leute auch noch und verhindert einen U-Ausschuss.

Die Brüder Scheuch oder Kulterer in Kärnten (alle BZÖ) haben es nicht so gut. Bei ihnen war die "unabhängige Justitz" viel schneller. Bei Grasser, Strasser, Waffengraf (alle ÖVP) wird deutlich länger "ermittelt". Es ist kein Nachteil wenn ÖVP+SPÖ auch Richter und Staatsanwälte im Proporz mit ihren Parteigünstlingen besetzen.

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