Musikpreise von

Grammy Awards 2014:
Daft Punk "got lucky"

Elektro-Duo als großer Gewinner mit fünf Grammys - auch 17-jährige Lorde siegt

  • Daft Punk räumen bei Grammys ab
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    Grammys 2014

  • Lorde bei den Grammys
    Bild 2 von 72 © Bild: reuters/Anzuoni

    Grammys 2014

Die Gammy Awards sind die Oscars der Musik und sie wurden gestern Abend verliehen. Dabei stellte sich die französische Elektro-Formation Daft Punk als großer Sieger der diesjährigen Preisverleihung heraus. Das Duo räumte bei der Gala in Los Angeles insgesamt fünf Grammys ab, darunter auch die Auszeichnungen in den zwei Königskategorien "Album des Jahres" ("Random Access Memories") und "Aufnahme des Jahres" ("Get Lucky").

Grammys: Daft Punk räumen ab

Sie waren die großen Sieger des Grammy Abends 2014: Daft Punk, die wie üblich in weißen Anzügen und mit Robotermasken auftraten, erhielten neben dem besten Album und der besten Aufnahme auch Grammys für die beste Duo-Performance, das beste Dance-Album und das am besten produzierte Album. "Im Namen der Roboter möchte ich mich bedanken", sagte "Get Lucky"-Produzent Pharrell Williams auf der Bühne. "Ich wette, ganz Frankreich ist gerade total stolz auf diese Jungs." Die Grammys, die in diesem Jahr zum 56. Mal vergeben wurden, gelten als wichtigste Musikpreise der Welt. Über die Gewinner in den insgesamt 82 Kategorien entscheiden Musikexperten aus der Branche.

Weiteres Duo räumt ab

Ein weiteres Musik-Duo räumte ebenfalls groß ab: Die Rapper Macklemore & Ryan Lewis konnten vier Preise mit nach Hause nehmen, darunter den als "Beste Neue Künstler", der als einer der wichtigsten gilt. Außerdem gewann das Duo den Preis für das beste Rap-Album "The Heist", für den besten Rap-Song "Thrift Shop" und für den besten Rap-Auftritt.

Macklemore & Ryan Lewis mit ihren Grammys
© Reuters/Nicholson Die Rapper Macklemore & Ryan Lewis

Jung-Star Lorde ausgezeichnet

Auch die erst 17 Jahre alte neuseeländische Pop-Sängerin Lorde gehört zu den Gewinnern des Abends. Sie gewann mit ihrem Lied "Royals" Grammys in der Kategorien "Song des Jahres" und "Beste Pop-Solo-Performance". Ein Grammy ging auch nach Deutschland: Das NDR-Sinfonieorchester und der Dirigent Christoph Eschenbach siegten in der Kategorie "Best Classical Compendium" mit der Einspielung "Hindemith: Violinkonzert - Symphonic Metamorphosis - Konzertmusik, Op. 50".

Lorde bei den Grammys
© reuters/Anzuoni Noch etwas schüchtern: Die 17-jährige Lorde

Großes Spektakel

Bei dem Gala-Spektakel traten zahlreiche Stars auf, darunter Katy Perry, die wohltätige Taylor Swift und Pink, die wie eine Zirkusakrobatin an von der Decke herabhängenden Seilen turnte. Der Star-Pianist Lang Lang spielte gemeinsam mit der Heavy Metal-Band Metallica - die im Juli nach Wien kommen - einen Song.

Beatles: Ehrengrammy für das Lebenswerk

Ringo Starr und Paul McCartney, die beiden noch lebenden Mitglieder der Beatles, standen für einen seltenen gemeinsamen Auftritt auf der Bühne - während Yoko Ono, die Witwe des 1980 ermordeten Beatle John Lennon, im Publikum tanzte.

Grammys 2014
© Reuters/Anzuoni Halbe Beatles-Reunion: Paul McCartney mit Ringo Starr

Die Beatles wurden in diesem Jahr mit einem Ehrengrammy für ihr Lebenswerk geehrt. McCartney holte außerdem die Auszeichnung für den besten Rocksong. Gemeinsam mit den Rockmusikern Dave Grohl, Krist Novoselic und Pat Smea gewann er das kleine goldene Grammophon für das Lied "Cut Me Some Slack".

Die US-Musikwelt erinnert sich derzeit an die erste Beatles-Tournee in den Vereinigten Staaten vor 50 Jahren. Als die Gruppe am 7. Februar 1964 auf dem Flughafen von New York landete, wurde sie bereits von kreischenden Fans empfangen. Zwei Tage später stellten sie sich mit einem Live-Fernsehauftritt in der beliebten "Ed Sullivan Show" einem Millionenpublikum vor. Ihr Hit "I Want to Hold Your Hand" eroberte den Spitzenplatz der Billboard-Charts.

Jay-Z mit Beyonce

Auch der Rapper Jay Z und seine Ehefrau, die Popdiva Beyonce, taten sich für eine rare gemeinsame Performance zusammen. Jay Z gewann zudem einen Grammy für die beste Rap-Koproduktion - und versprach das goldene Grammophon in seiner Dankesrede seiner kleinen Tochter Blue Ivy. "Ich möchte Blue sagen: "Schau mal, Daddy hat eine goldene Baby-Schnabeltasse für dich"."

Grammys 2014
© Reuters/Anzuoni Beyonce kuschelt mit Jay-Z auf der Bühne

Mehr: Nine Inch Nails-Sänger verärgert nach Grammy-Auftritt

Massenhochzeit

Zudem hat sich die Bühne für einen kurzen Moment in einen Traualtar verwandelt: Während der Verleihung gaben sich 33 Paare das Ja-Wort. Unter den frisch Vermählten war eine Reihe von gleichgeschlechtlichen Partnern. Als Hochzeitslied boten Macklemore & Ryan Lewis ihren Hit "Same Love" dar, der für mehr Toleranz für Schwule und Lesben wirbt. Auch die Popikone Madonna untermalte die Massenhochzeit mit ihrem Lied "Open Your Heart" aus dem Jahr 1986.

Hochzeit bei den Grammys mit Madonna und Queen Latifah
© Reuters/Anzuoni

Die Zeremonie leitete die Hip-Hop-Musikerin Queen Latifah, die eine amtliche Genehmigung zum Abhalten von Trauungen im Bundesstaat Kalifornien besitzt. "Heute Abend feiern wir das Bekenntnis aller dieser schönen Paare zur Liebe", sagte sie. Auf der Bühne sang ein Gospel-Chor, die Beleuchtung ließ die Kulisse dabei wie eine Kirche erstrahlen. Laut der "New York Times" hatten die Produzenten der Grammy-Gala die Paare zu äußerstem Stillschweigen verpflichtet. Die Teilnehmer der Massenhochzeit hätten nicht einmal ihren Familien vorher Bescheid geben dürfen.

Die Gewinner der 56. Grammys:


- Aufnahme des Jahres: Daft Punk - Get Lucky
- Album des Jahres: Daft Punk - Random Access Memories
- Song des Jahres: Lorde - Royals
- Bester neuer Künstler: Macklemore & Ryan Lewis
- Beste Pop-Solo-Performance: Lorde - Royals
- Beste Pop-Duo-Performance: Daft Punk - Get Lucky
- Bestes Popgesangs-Album: Bruno Mars - Unorthodox Jukebox
- Bestes Dance-Album: Daft Punk - Random Access Memories
- Bestes traditionelles Popgesangs-Album: Michael Bublé - To Be Loved
- Beste Rock-Performance: Imagine Dragons - Radioactive
- Beste Metal-Performance: Black Sabbath - God Is Dead?
- Bester Rock-Song: Dave Grohl, Paul McCartney, Krist Novoselic und Pat Smear - Cut Me Some Slack
- Bestes Rock-Album: Led Zeppelin - Celebration Day
- Bester R&B-Song: Justin Timberlake - Pusher Love Girl
- Bestes zeitgenössisches Album: Rihanna - Unapologetic
- Bestes R&B-Album: Alicia Keys - Girl on Fire
- Beste Rap-Performance: Macklemore & Ryan Lewis - Thrift Shop
- Beste Rap-Koproduktion: Jay Z und Justin Timberlake - Holy Grail
- Bester Rap-Song: Macklemore und Ryan Lewis - Thrift Shop
- Bestes Rap-Album: Macklemore und Ryan Lewis - The Heist
- Am besten produziertes Album: Daft Punk - Random Access Memories
- Bestes Musikvideo: Jay Z und Justin Timberlake - Suit & Tie

Das "beste Musikvideo"

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