GP von Singapur von

Hoffen auf Regen

Wohl nur der angesagte Regen könnte den WM-Triumph von Vettel noch vereiteln

GP von Singapur - Hoffen auf Regen © Bild: GEPA

Sebastian Vettel könnte seinen zweiten WM-Titel bereits am Sonntag (14.00 Uhr/live ORF eins, RTL und Sky) im grellen Scheinwerferlicht von Singapur perfekt machen. Die Konkurrenz sieht sich für das einzige Nachtrennen im Formel-1-Kalender allerdings gerüstet. Dazu könnte das Wetter im Stadtstaat nahe des Äquators eine entscheidende Rolle spielen. Am Samstag und Sonntag sind in den Abendstunden Regenschauer und Gewitter möglich.

Regen könnte den Grand Prix auf dem mit 1.500 Projektoren beleuchteten Straßenkurs in der Marina Bay zu einem Roulette werden lassen. Vettel hat acht von 13 Saisonrennen gewonnen. "Vor der Saison war der Titel unser Ziel, das hat sich nicht verändert", betonte der Red-Bull-Pilot. "Es ist nicht so wichtig, wann wir das Ziel erreichen, sondern dass wir es erreichen."

Alonso darf nicht auf das Siegerpodest
Der Deutsche wäre erst der neunte Pilot, der einen WM-Titel erfolgreich verteidigt. Neun Siege in einer Saison haben vor ihm nur Nigel Mansell (1992) und Rekordchampion Michael Schumacher (1995, 2000, 2001, 2002/11 Siege, 2004/13) gefeiert. Die beiden Legenden sind bisher auch die einzigen Piloten, die bereits fünf Rennen vor Schluss als Weltmeister feststanden.

Die größten Chancen, Vettels WM-Party zu verschieben, hat Singapur-Spezialist Fernando Alonso, der dafür einen Podestplatz benötigt. Der Ferrari-Star, der zwei von drei Auflagen des Nachtrennens für sich entschieden hat, liegt 112 Punkte hinter dem WM-Leader. Baut Vettel seinen Vorsprung auf 125 Zähler aus, würde er mit 24 Jahren und 84 Tagen ausgerechnet Alonso als jüngsten Doppel-Weltmeister der Geschichte ablösen.

Kein Fahren auf Sicherheit bei Red Bull
"Wenn er es hier nicht schafft, dann in Japan oder einem der Rennen danach", meinte Alonso. Vettel hat zwar fünf Matchbälle, sein Team will aber weiterhin angreifen. "Es ist nicht unsere Philosophie, auf Sicherheit zu fahren", erklärte Red Bulls Motorsport-Berater Helmut Marko. "Wir gehen immer voll auf Attacke." Daher haben die Bullen auch neue Teile nach Singapur gebracht. Im Qualifying sind sie in dieser Saison überhaupt noch ungeschlagen. Zehnmal stand Vettel auf Pole Position, dreimal Mark Webber.

Der Australier liegt wie Ex-Weltmeister Jenson Button 117 Zähler hinter Vettel. Dazu redet auch noch dessen McLaren-Teamkollege Lewis Hamilton (126 Punkte zurück) um den zweiten WM-Rang mit. "Keiner von uns wird einen Zentimeter nachgeben", versicherte Webber. "Es geht für alle aber nur noch um den zweiten Platz." Zu groß sind Vettels Vorsprung und seine Überlegenheit.

McLaren verspricht vollen Angriff
Button versprach dem Weltmeister allerdings eine harte Zeit. "Sebastian wird den Titel holen, davor können wir nicht davonlaufen", gestand der Engländer. "Aber wir wollen Rennen gewinnen, vor allem dieses Wochenende. Dafür sind wir gut aufgestellt." Auch Hamilton, der 2009 in Singapur triumphiert hat, versprach Offensive: "Ich werde nie aufgeben und immer versuchen, auf Sieg zu fahren."

Er könnte Ausdauer benötigen. Das Rennen auf dem 5,073 Kilometer langen Marina Bay Street Citcuit mit seinen 23 Kurven ist das längste im Kalender. Schon in der Vergangenheit wurde mehrmals an der Zwei-Stunden-Grenze gekratzt. Regen könnte sogar zu einem Ende vor Abschluss der 61 Runden führen. Dazu kommt die tropische Hitze von bis zu 30 Grad, die an den Kräften zehrt. "Es ist vielleicht das physisch anstrengendste Rennen überhaupt", meinte Alonso.

Kommentare

Langweilig Ich habe mir wirklich Jahrzehnte Formel 1 angesehen, habe alles gesehen von Senna bis Prost und Lauda bis Mansell, sogar Schuhmacher habe ich ausgehalten, aber jetzt ist es echt vorbei. Red Bull hat durch Adrian das beste Auto und die Crew arbeitet noch offensichtlicher als zu Schuhmacher Zeiten für einen Fahrer Vettel. Fazit bereits die letzten beiden Rennen habe ich nicht mehr gesehen, stattdessen war ich am Golfplatz. So werde ich das auch diesmal machen.

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