GP von Abu Dhabi von

Vettel von McLaren gejagt

Weltmeister Schnellster im Freien Training - dahinter Hamilton und Button

Sebastian Vettel von Red Bull Racing © Bild: Reuters/Whiteside

Sebastian Vettel hat Kurs auf seinen fünften Grand-Prix-Sieg in Serie genommen. Der WM-Leader war am Freitag auch im freien Training für das drittletzte Saisonrennen in Abu Dhabi der Schnellste. In 1:41,751 Minuten verwies Vettel im Red Bull die McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button auf die Plätze. Sein WM-Rivale Fernando Alonso kam im Ferrari nicht über Rang sieben hinaus.

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Vettel hat zuletzt die Rennen in Singapur, Japan, Korea und Indien dominiert - und scheint auch in Abu Dhabi der Mann zu sein, den es zu schlagen gilt. 13 Punkte liegt der 25-jährige Deutsche in der WM vor seinem letzten ernsthaften verbliebenen Konkurrenten Alonso. Ein fünfter Sieg in Serie würde Vettel dem historischen Titel-Hattrick - er wäre erst der dritte Fahrer, dem ein solcher gelingt - einen weiteren Schritt näher bringen.

"Wir können zufrieden sein. Es war eine gute Runde mit den weichen Reifen", meinte Vettel, der den Grundstein für seine Siege zuletzt bereits im Qualifying gelegt hatte. Der Doppel-Weltmeister warnte allerdings vor Hamilton und Button: "Die McLaren waren schnell und sehen konkurrenzfähig aus. Sie sind diejenigen, auf die wir aufpassen und die wir schlagen müssen."

Webber mit KERS-Problemen
Teamkollege Mark Webber hatte wie schon bei Platz drei in Indien mit einem KERS-Problem zu kämpfen, diesmal aber anderer Natur. Der Australier kam nach Platz fünf in der ersten Session am Abend auf Rang vier. Zu Mittag hatten bei Tageslicht und bis zu 35 Grad noch die McLaren das Tempo vorgegeben. Diese Bedingungen wird es aber weder in der Quali noch im Rennen geben.

Hamilton schien zumindest im Renntrimm mit Vettel mithalten zu können. "Darauf können wir aufbauen. Wenn wir im Qualifying vor den Red Bulls sein können, dann wäre das ein riesiger Bonus", erklärte der Engländer, der im Vorjahr in Abu Dhabi triumphiert hatte. Vettel gewann die Premiere 2009 und auch 2010, als er sich seinen ersten WM-Titel sicherte.

Abu Dhabi 2010 markiert immer noch eine der größten Niederlagen in Alonsos Karriere. Der Spanier war als WM-Führender zum Finale in die Emirate gekommen, Ferrari verspielte den Titel aber durch einen taktischen Fehler.

Kämpfen bis zum Ende
Mittlerweile ist der Weltmeister von 2005 und 2006 selbst der Jäger. "Wir werden bis zum Ende kämpfen", versicherte Alonso. "Jede einzelne Person im Team muss zusätzliche Zeit finden - jeder Mechaniker, Ingenieur, Fahrer, bei jedem Boxenstopp, was auch immer."

Dafür brach sein Team in Abu Dhabi sogar erstmals in dieser Saison die Ausgangssperre. Zwischen 4.00 Uhr und 10.00 Uhr Lokalzeit darf sich kein mit dem Auto beschäftigtes Personal an der Strecke befinden. Ferrari, mit einigen neuen Teilen am F2012 angereist, machte am Freitag von einer von vier erlaubten Ausnahmen je Saison Gebrauch.

"Wir müssen dieses Wochenende perfekt sein", meinte Alonso. Das gelte auch für die folgenden Rennen in zwei Wochen in Austin und danach in Sao Paulo. "Wir müssen möglichst nahe an Red Bull dran sein", sagte der Vettel-Verfolger. Am Freitag waren sie es noch nicht. 0,836 Sekunden fehlten Alonso in seiner schnellsten Runde auf den Trainingsbesten.

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