Gottwald in Oberhof erneut auf Platz zwei:
Sieg geht an den US-Amerikaner Spillane

Kombination: Stecher wird vor Kreiner Sechster

Gottwald in Oberhof erneut auf Platz zwei:
Sieg geht an den US-Amerikaner Spillane © Bild: APA/dpa

Felix Gottwald hat nach nur wenigen Bewerben des Olympia-Winters wieder seinen Platz als Topathlet im Weltcup der Nordischen Kombination eingenommen. Den zwei Podestplätzen von Ramsau ließ der Salzburger zu Beginn des Neuen Jahres zwei weitere in Oberhof folgen und ist trotz einer Erkrankung, die seinen Saisonstart verzögert hatte, Gesamt-Dritter im Weltcup. Am Vortag vom Finnen Hannu Manninen im Sprint besiegt, führte der zweifache Olympiasieger am Sonntag eine Verfolgergruppe 30,8 Sekunden hinter dem US-Amerikaner Johnny Spillane an und wurde erneut Zweiter. Für den ÖSV gab es mit fünf Athleten in den Top Ten das beste Saisonresultat.

Spillane, der Weltmeister von 2003, lief von Rang zwei nach dem Springen unangefochten zu seinem ersten Erfolg im Weltcup. Schon vor Halbdistanz lag der US-Amerikaner solo an der Spitze, der Vorsprung blieb konstant. Für Gottwald war relativ früh klar, dass es für ihn "nur" um Platz zwei ging und der 21. Weltcupsieg diesmal außer Reichweite war.

Der 15. nach dem Springen (1:00 hinter Spillane) hatte schon vor der Hälfte der 10-km-Distanz zu den drei Verfolgern aufgeschlossen, im Finish setzte er sich etwas von Björn Kircheisen (GER/+39,1) und dem Franzosen Jason Lamy Chappuis (41,6) ab, der seine Weltcupführung weiter ausbaute. Manninen, 17. nach dem Springen, vermochte die Lücke von nur acht Sekunden zu Gottwald nicht zu schließen und musste sich 24 Stunden nach seinem 47. Weltcupsieg mit dem 16. Rang (1:43 zurück) begnügen.

Gottwald war zwar rasch gestartet, lief aber taktisch sehr klug. "Das habe ich in Ramsau gelernt, dass ich mir etwas aufhebe für die letzten fünfhundert Meter", sagte der Zeller, der zuletzt in einem der drei Heimrennen auf dem Weg zum Sieg völlig eingebrochen und Fünfter geworden war. Der Ex-Weltcupsieger hatte vor Oberhof um seine Stärke in der Loipe gewusst. "Ich habe über Weihnachten sehr viel trainiert und wieder zu der Laufform gefunden, die ich vor der Erkrankung in Kuusamo hatte", betonte Gottwald.

Dennoch war bei Österreichs erfolgreichstem Kombinierer nicht alles eitel Wonne. "Es wartet noch viel Arbeit, denn ich kann weit besser springen, als ich es hier gezeigt habe", erklärte der Wahl-Ramsauer. Immerhin sei positiv, dass sich der Rückstand für das Laufen dennoch in Grenzen gehalten habe, meinte er. Vor der nächsten Station am Wochenende im Val di Fiemme wird der fast 33-Jährige daher zwei Trainingseinheiten auf der Schanze einlegen.

Mario Stecher ("Das war im Springen ein wichtiger Schritt") erreichte bzw. egalisierte als Siebenter (der Deutsche Eric Frenzel war nach erfolgreichem Protest nachträglich wieder ins Klassement gekommen) ebenso wie die unmittelbar hinter ihm platzierten Teamkollegen David Kreiner (8.), Bernhard Gruber (9.) und Christoph Bieler (10.) sein bestes Saison-Resultat. Auch zur Freude von Sportdirektor Toni Innauer, der nach Oberhof gereist war. Allerdings fehlten die Norweger (u.a. Magnus Moan, der in Ramsau Zweiter und Dritter war) sowie Doppel-Weltmeister Todd Lodwick (USA).

(apa/red)