Gorbach bleibt bis zur neuen Regierung: Vizekanzler rechnet mit Koalition noch 2006

BZÖ-Politiker wechselt in die Privatwirtschaft

Der scheidende Vizekanzler und Verkehrsminister Hubert Gorbach wird bis zur Bildung einer neuen Regierung im Amt bleiben. Er wolle für eine ordentliche Amtsübergabe sorgen und bleiben bis sein Nachfolger feststeht, sagte Gorbach zur APA.

Anfang des Monats hatte er erklärt, die Frist, die er sich selbst vorgenommen hat, um in die Privatwirtschaft zu wechseln, laufe bis Jahresende. Gorbach begründete das damit, dass er davon ausgegangenen sei, dass die neue Regierung bis Weihnachten im Amt sei. "Ich glaube, dass das nach wie vor möglich ist. Wenn die neue Regierung aber erst Mitte Jänner steht, was ich nicht hoffe, ist das Jahresende für mich kein unumstößliches Datum", betonte Gorbach.

Der scheidende BZÖ-Politiker wird nach seiner Amtszeit in die Privatwirtschaft wechselt. Sein neuer Arbeitgeber, der Vorarlberger Touristik-Unternehmer Walter Klaus, ist in der Öffentlichkeit bereits seit Mai vergangenen Jahres bekannt.

Gorbach soll Geschäftsführer der im Vorjahr gegründeten Klaus Holding werden. Dazu gehören neben der Silvretta-Nova-Gruppe - mit vielen Bergbahnen und über 600 Mitarbeiter im Winter bzw. 330 ganzjährig - auch die im Vorjahr von den ÖBB erworbene Bodenseeschifffahrt und rund 20 Hotel- und Gastronomiebetriebe sowie eine Baugruppe in Deutschland mit etwa 1.100 Mitarbeitern. (apa/red)