Gorbach zu ÖBB-Iran-Geschäften: "Vogel wollte mir im Sommer Projekt präsentieren"

ARCC-Geschäftsführer sprach von Knowhow-Transfer

Vizekanzler und Verkehrsminister Hubert Gorbach hat bestätigt, bereits vor Monaten über geplante Iran-Geschäfte der ÖBB informiert worden zu sein. ARCC-Geschäftsführer Alexius Vogel habe ihn darauf angesprochen. "Der Herr Vogel ist im Sommer oder Ende Sommer bei mir gewesen und wollte mir sein Projekt präsentieren", sagte Gorbach in Klagenfurt gegenüber der APA.

Vogel sei gemeinsam mit einem Mitarbeiter gekommen, meinte der Verkehrsminister. "Er hat von Know-how-Transfer gesprochen, ich habe ihm dann erklärt, dass ich für diese Angelegenheiten nicht zuständig bin und habe ihn an die ÖBB verwiesen." Über Details des geplanten Projekts wisse er nichts, sein Gespräch mit Vogel habe "zwischen Tür und Angel" stattgefunden, so Gorbach.

Vogel, der das umstrittene Schnellbahnprojekt "Karaj II" in der Nähe von Teheran forciert hatte, ist seit vergangener Woche suspendiert. Die ÖBB haben mittlerweile alle Auslandsaktivitäten gestoppt. (apa/red)