Google von

Generöser Suchmaschinenriese

Der Suchgigant zahlt Angehörigen von toten Mitarbeitern noch zehn Jahre Gehalt

Google - Generöser Suchmaschinenriese © Bild: REUTERS/Kevin Lamarque/Files

Google kümmert sich auch im Jenseits noch gut um seine Mitarbeiter. Stirbt ein Angestellter des Suchgiganten, erhalten hinterbliebene Ehe- oder Lebenspartner zehn Jahre lang Schecks in der Höhe von 50 Prozent des letzten Gehalts des Verstorbenen. Dies geht aus einem Interview hervor, das Google-Personalchef Laszlo Bock dem Wirtschaftsmagazin Forbes gegeben hat. "Das mag vielleicht lächerlich klingen, aber wir haben bei Google eine Todesvergütung angekündigt", kommentiert Bock diesen Schritt. Nur eine von vielen Vergünstigungen beim Internetriesen.

Der Konzern ist bekannt dafür, seine Mitarbeiter mit einer Reihe von Vergütungen den Arbeitsalltag zu versüßen. Gratis-Frisörbesuche, unternehmenseigene Ärzte, kreative Entfaltungsmöglichkeiten und vieles mehr gehören im Silicon Valley zur Normalität. "Google fördert mit seinen Benefits vor allem die intrinsische Motivation der Mitarbeiter. Kritiker mögen meinen, Google könne sich das leisten, weil es so groß ist. Doch das Gegenteil ist der Fall: Diese Maßnahmen sind Mitgrund für den erfolgreichen Werdegang des Unternehmens", erklärt Gereon Jörn, Experte für Mitarbeiterführung, im Interview mit pressetext.

Dass die Hinterbliebenen von verstorbenen Mitarbeitern nun von deren ehemaligen Arbeitgeber versorgt werden, ist allerdings neu. Bei den zehnjährigen Schecks in der Höhe von 50 Prozent ist es unerheblich, wie lange der Verstorbene im Dienst von Google gestanden ist. Voraussetzung ist nur, dass er zum Zeitpunkt des Ablebens angestellt war.

Auch Nachwuchs bekommt Geld
"Insbesondere in diesem gegenwärtig extrem wettbewerbsorientierten Wirtschaftsumfeld, sind Sozialleistungen von gewichtigen Unternehmen sehr zu begrüßen. Es gibt zwar Ansätze, doch der soziale Aspekt in der vorherrschenden sozialen Marktwirtschaft greift einfach viel zu wenig", sagt Franz Gober, Unternehmensberater bei conusltingteam.at , gegenüber pressetext.

Neben den Schecks bekommt die Witwe oder der Witwer nach dem Tod des Partners umgehend sämtliche Aktien übertragen. Pro Kind zahlt die kalifornische Suchmaschine monatlich sogar 1.000 Dollar bis zum Erreichen des 19. Lebensjahres. Falls der Sprössling Vollzeit-Student ist, verlängert sich der Anspruch um vier weitere Jahre. Die Familie spielt bei der unternehmenseigenen Mitarbeitervergütung bei Google eine große Rolle. Väter stehen nach der Geburt sechs Wochen bezahlter Urlaub zu, Müttern sogar über vier Monate.

Kommentare