Geburtstag von

Ein Doodle für Debussy

Google ehrt den französischen Komponisten zum 151. Geburtstag

Claude Debussy © Bild: Werk

Der Komponist Claude Debussy gilt als einer der großen Visionäre der Musikgeschichte. Debussy, der vor 151 Jahren, am 22. August 1862 geboren wurde, hat mit seinen fremdartigen und sphärischen Klangbildern die Musik sanft revolutioniert so wie Claude Monet und Paul Gauguin die Malerei. Seine Kompositionen zählen zu den bahnbrechenden Werken der Musikgeschichte. Er hat Harmonik, Klangfarbe und Rhythmik erneuert und die bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts beeinflusst. Google ehrt den großartigen Künstler mit einem Doodle.

Debussy war ein Rebell. Er lehnte sich gegen die klassisch-romantische Tradition auf und suchte in harmonischer wie formaler Hinsicht eine Alternative. Dabei setzte er sich intensiv mit Musik aus außereuropäischen Kulturkreisen auseinander. Entscheidenden Einfluss hatte dabei die Weltausstellung von 1889 in Paris, auf der er die russische, javanische und arabische Musik entdeckte. Er übernahm die fremdländischen Klänge in seinen Kompositionsstil.

Debussy erzeugte Atmosphäre

Das Ergebnis: leichte, schwebende und sphärische Klangbilder, die ihn zum Stimmungskomponisten und zum Hauptvertreter des Impressionismus werden ließen - vor allem in seinen Frühwerken. Eines der schönsten Beispiele für seinen tonmalerischen Impressionismus ist das Klavierstück "Pagodes" aus "Estampes". Anklänge an die indonesische Gamelan-Musik lösen die klaren Strukturen und Töne auf. Debussy erzeugt Atmosphäre.

Oper "Pelleas et Melisande"

Während die Oper "Pelleas et Melisande" noch von leichten, fließenden und wellenförmigen Tönen geprägt ist, spiegelt das Spätwerk sein Interesse für die französische Barockmusik wider. "Jeux" oder "Etudes" sind in ihrer Harmonik klarer und einfacher geworden, in ihrer Struktur jedoch komplexer.

Kommt aus armen Verhältnissen

Debussy gehört zu den bedeutendsten Komponisten seiner Generation. In die Wiege gelegt wurde ihm die Musik aber nicht. Er wurde als erstes von fünf Kindern in bescheidenen Verhältnissen geboren. Die spärlichen Grundlagen des Lesens, Schreibens und Rechnens brachte ihm seine Mutter bei, denn Claude hat nie eine Schule besucht. Die Musik entdeckte er dank seines Paten Achille Arosa, Bankier und Kunstsammler, den er regelmäßig besuchte. Claude war sechs Jahre alt, als er seine ersten Klavierstunden erhielt.

Debussy war ein Naturtalent

Innerhalb kürzester Zeit wurde er zu einem erfolgreichen Kandidaten für das Pariser Konservatorium. Nach seinem Musikstudium erhielt er den "Prix de Rome", zu seiner Zeit die höchste Auszeichnung, die ein französischer Komponist bekommen konnte. Den Aufenthalt in der Villa Medici in Rom, der mit diesem Preis einherging, brach er 1887 jedoch ab. Ihm waren die akademischen Regeln zuwider. Der ewige Rebell starb am 25. März 1918 an den Folgen einer Krebserkrankung.

Kommentare