Salzburg von

Golling: Weiteres
Waffenlager entdeckt

42-Jähriger lagert sprengfähiges Kriegsmaterial in der Garage seiner Mutter

Ein 42-Jähriger aus Golling hatte Kriegsmaterial gehortet. © Bild: APA/Neumayr/MMV

Die Polizei hat nach dem spektakulären Waffenfund in Golling nun ein drittes Waffendepot entdeckt: Im Haus eines 42-Jährigen Salzburgers sind die Ermittler nun auf sprengfähiges Kriegsmaterial gestoßen. Der Militär-Fan hatte die gefährlichen Waffen nicht nur im eigenen Wohnhaus, sondern auch in der Garage des Hauses seiner Mutter gehortet.

Der 42-Jährige hatte bei der Explosion am 16. Jänner, als er im Keller seines Hauses in Golling eine Granate entschärfte, schwere Verbrennungen an den Händen und am Rücken erlitten. Seither wird er im Spital betreut. Bei einem ausführlichen Gespräch am Donnerstag der Vorwoche mit der Polizei erzählte er, dass er in der Garage nebenan ebenfalls Granaten, Kartuschen und großkalibrige Patronen aufbewahrt hatte.

Herzstück der Sammlung entdeckt

Während im Haus der Mutter nichts gefunden wurde, tat sich in ihrer Garage vor den Augen der Polizisten wieder ein großes Arsenal an Kriegsrelikten auf. Dort lagerte offenbar das Herzstück des Militaria-Händlers. Einige Sprengkörper lagen in einer Tonne, die wegen der Gefahr einer Entzündung mit Wasser gefüllt war. Die "schönsten Stücke" seiner Sammelleidenschaft hatte der 42-Jährige poliert und auf Regale gelegt, wie der Leiter des Landesamtes Verfassungsschutz, Hermann Rechberger, schilderte.

Kriegsmaterialien gesprengt

Ein Teil der Munition und Sprengkörper wurde wegen ihrer Gefährlichkeit vom Entminungsdienst in einem Steinbruch in Werfen gesprengt. Der Rest wurde zur Aufbewahrung in einem Munitionsbunker ins südliche Niederösterreich gebracht. "Der Beschuldigte zeigte sich am Donnerstag grundsätzlich kooperationsbereit", sagte Rechberger. Wegen der schon eingetretenen Dunkelheit wurden die Sicherungs- und Bergungsarbeiten am Freitag durchgeführt. "Es stand in erster Linie die Gefahrenabwehr im Vordergrund."

Für das laufende Ermittlungsverfahren sind die neuerlichen Funde von Kriegsmaterial für die Polizei von keiner sehr hohen Bedeutung, da sich an der rechtlichen Bewertung nichts ändern dürfte, hieß es am Montag in einer Aussendung.

Kommentare

Dieser Polizeieinsatz hat bereits erhebliche Kosten verursacht und es werden noch weitere Kosten auflaufen. Wer wird das bezahlen? Doch nicht der Steuerzahler, oder? Wie schaut das rechtlich eigentlich aus?

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