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Augusta: Bernd Wiesberger zeigt auf

Burgenländer lag beim Par-3-Bewerb vor dem Masters-Start lange Zeit in Führung

Bernd Wiesberger © Bild: Andrew Redington/Getty Images

Bernd Wiesberger hat gleich beim Debüt seine erste Trophäe beim US-Masters nur knapp verpasst. Einen Tag vor dem Start des ersten Saison-Majors lag Österreichs Golf-Profi Mittwoch beim traditionellen Par-3-Bewerb lange Zeit auf Loch acht am nächsten zum Fahnenstock. Erst spät wurde Wiesberger abgelöst und damit um einen Kristallkrug gebracht. Mit zwei unter Par belegte Wiesberger Gesamtrang zwölf.

Was man auch als gutes Zeichen werten kann, denn noch nie hat der Sieger dieses seit 1960 durchgeführten Kurzspiel-Bewerbs danach auch das große Masters gewonnen. Diesmal setzte sich Kevin Streelman (USA) im Play-off gegen Camilo Villegas (COL) durch, beide hatten fünf unter Par gespielt. Für Wiesberger war dessen Bruder Niki als Caddie gegangen, dieser verwertete auch den "Tap-In" an der Acht.

Der selbst bei den Stars sehr beliebte Bewerb ging am Nachmittag auf der malerischen Par-3-Anlage im Augusta National GC bei drückender Hitze in Szene. Dennoch ließen sich erneut über 50.000 Zuschauer sowie Asse wie Tiger Woods oder Golf-Legenden wie Gary Player, Jack Nicklaus, Ben Crenshaw oder Fred Couples den Spaß nicht entgehen.

Hole in One von Nicklaus

Der bereits 75-jährige Nicklaus riss die Fans dabei mit einem Hole in One zu Begeisterungsstürmen hin. Der sechsfache Masters-Sieger versenkte den Ball mit seinem Abschlag an der vier spektakulär mit Rückwärtsdrall direkt im Loch.

Jack Nicklaus beim Masters
© Jamie Squire/Getty Images Jack Nicklaus kann es nach wie vor

Woods brachte wie angekündigt seine beiden Kinder als Caddies mit zu dem Bewerb, der von einigen Familienvätern im Starterfeld als Familien-Event vor dem am Donnerstag beginnenden und mit neun Millionen Dollar (8,30 Mio. Euro) dotierten, ersten Major-Turnier des Jahres genutzt wird. Nur 97 Spieler treten am Donnerstag zur 79. Masters-Auflage an. Der Australier Marc Leishman hat zurückgezogen, um seiner schwer erkrankten Frau beizustehen.

Woods ließ Kinder spielen

Woods überließ am Mittwoch abwechselnd Tochter Sam (7) und Sohn Charlie (6) den letzten Schlag auf dem Grün und kam dadurch nicht in die Wertung. Die skifahrende Woods-Lebensgefährtin Lindsey Vonn begleitete die drei ebenso wie zwei Body-Guards über alle neun Löcher. Die Abfahrts-Olympiasiegerin kümmerte sich dabei wie immer aufmerksam um die Kinder. "Tiger and Lindsey, we love you", riefen ihnen die zahlreichen Fans immer wieder zu.

Tiger Woods mit Familie
© Andrew Redington/Getty Images Tiger Woods brachte gleich die gesamte Familie mit

Der Par-3-Bewerb ist eine der vielen Traditionen, die es nur in Augusta gibt. "Nirgendwo sonst auf der ganzen Welt würdest du auch nur zehn Spieler finden, die an so etwas teilnehmen", hatte sich Masters-Neuling Wiesberger schon zuvor begeistert gezeigt. In Augusta nahmen gut 100 Spieler teil, darunter auch der Weltranglisten-Erste Rory McIlroy aus Nordirland.

Der Reigen der Traditionen beginnt in Augusta stets am Sonntag mit dem jüngsten Event, einem Drive-Chip-Putt-Bewerb für Kinder. Am Dienstagabend steht das stets vom Titelverteidiger ausgerichtete "Champions Dinner" auf dem Programm, am Mittwoch der Par-3-Bewerb.

Legenden eröffnen

Am Donnerstag eröffnen unmittelbar vor der ersten Turnierrunde stets Legenden das Turnier mit einem Ehrenabschlag. Es sind auch diesmal Arnold Palmer, Gary Player und Jack Nicklaus. Diese drei repräsentieren 13 Masters-Siege inklusive sieben "Green Jackets" in Folge zwischen 1960 und 1966.

Einer der beliebtesten Augusta-Events während der Trainingstage ist das sogenannte "Skipping". Auf der 16. Spielbahn, einem Par-3, versuchen die Spieler nach einem regulären Abschlag einen weiteren Ball in das Loch zu bringen, nachdem dieser mehrmals auf der Wasseroberfläche aufgesprungen ist.

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