GM erhöht neuerlich Druck auf Magna: Bei Opel-Übernahme gibt es keine Vereinbarung

GM-Chef Henderson: Offen für Gespräche mit anderen Aufkommende Zweifel über einen endgültigen Vertrag

GM erhöht neuerlich Druck auf Magna: Bei Opel-Übernahme gibt es keine Vereinbarung © Bild: APA/EPA/Von Erichsen

Im Ringen um die Zukunft von Opel erhöht die bisherige Konzernmutter General Motors den Druck auf Magna. Noch gebe es keine exklusive Vereinbarung mit dem kanadisch-österreichischen Zulieferer über eine Übernahme des deutschen Autobauers, betonte GM-Chef Henderson. "Deshalb sind wir auch offen für Gespräche mit anderen."

Ein Konsortium um Magna will Opel einer vorläufigen Vereinbarung zufolge von dem insolventen US-Autobauer übernehmen. Magna selbst will dann 20 Prozent halten, die russische Sberbank im Auftrag der Regierung 35 Prozent. Zuletzt waren indes Zweifel aufgekommen, ob es überhaupt zu einem endgültigen Vertrag kommt. So hatte etwa die deutsche Bundeskanzlerin Merkel vor wenigen Tagen auf Risiken im Magna-Konzept verwiesen. Der deutsche Wirtschaftsminister Guttenberg brachte öffentlich sogar wieder Offerte anderer Investoren ins Spiel.

Finanzminister Steinbrück erklärte am Wochenende am Rande des G8-Finanzministertreffens im italienischen Lecce, Russland und Kanada hätten ihre Unterstützung für den Einstieg Magnas bei Opel bekundet. Opel-Gesamtbetriebsratschef Franz erklärte in der "Automobilwoche", der endgültige Vertrag mit Magna werde wohl in den nächsten Wochen unterschrieben. "Dann wird es aber noch drei bis sechs Monate dauern, bis alle Details geklärt sind." Inzwischen verschaffe sich Magna mit einem Team bei Opel einen vertieften Einblick in die Situation. Zugleich verteidigte Franz Magna als Investor. "Magna ist erfolgreich, weltweit aufgestellt, kennt sich im Autobusiness aus und will für seine russischen Partner die Management-Aufgaben mit übernehmen", sagte er.

(apa/red)