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SPÖ: Antrag auf Verbot

"Sektion 8" will bei Parteitag ein Verbot des kleinen Glücksspiels durchbringen

Glücksspiel - SPÖ: Antrag auf Verbot © Bild: APA/Hochmuth

Nach dem großen Erfolg in Wien folgt nun der nächste Schritt: Die links-intellektuelle "Sektion 8" der SPÖ Wien-Alsergrund hat erneut einen Antrag zum Kleinen Glücksspiel formuliert - wobei nun ein Verbot für ganz Österreich angestrebt wird. Dieser wird beim SPÖ-Bundesparteitag im Herbst eingebracht, wie Sektionsmitglied Nikolaus Kowall ankündigte. Kowall war auch bereits einer der maßgeblichen Autoren des erfolgreichen Wiener Antrags.

Dieser war beim roten Wiener Landesparteitag im Mai 2011 überraschend angenommen worden, nach langer Diskussion. Letztendlich führte der Vorstoß dazu, dass die geltende Regelung 2015 ausläuft und nicht verlängert wird. Spielautomaten wird es dann in Wien nicht mehr geben - zumindest nicht jene, die in die Kompetenz des Landes fallen.

Nun sagt die Sektion 8 den Spielsalons in ganz Österreich den Kampf an. "Es wird am Parteitag einen Antrag für ein bundesweites Verbot geben", berichtete Kowall. Formell wurde das Papier in der Bezirkskonferenz der SPÖ Alsergrund beschlossen und von dieser an den Bundesparteitag weitergeleitet. Gefordert wird auch mehr Geld für Beratungsstellen und verstärkte Aufklärung über die Gefahren des Glücksspiels.

Aktion gegen Spielsucht
Ähnlich wie im Vorjahr in Wien werden auch nun die Folgen der Spielsucht ins Treffen geführt: "Für die Betroffenen bedeutet das kleine Glücksspiel Not, Krankheit, Armut, Elend, Kriminalität, häusliche Gewalt und Existenzbedrohung", heißt es in dem der APA vorliegenden Antrag. Verwiesen wird auch auf Studien, wonach es mehr als 50.000 pathologische Spieler allein in der erwachsenen Bevölkerung gebe.

Zudem sei ein Großteil der Spielsüchtigen verschuldet, wie beklagt wird. Konsequenzen daraus seien Jobverlust und Beschaffungskriminalität. "Enorme Kosten" für die öffentliche Hand seien die Folge, etwa für Therapieausgaben.

Die Sektion 8 hofft auf breite Zustimmung beim Parteitag. Angedeutet wurde diese laut Kowall etwa bereits aus der Steiermark und aus Salzburg. Auch die Sozialistische Jugend und der VSStÖ haben demnach ihre Unterstützung zugesagt.

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