Globale Erwärmung gefährdet Insekten:
Temperaturwandel wird zu Arten-Todesfalle

Große Anzahl von Spezies in Tropen vor Aussterben Klimaschwankungen von zwei bis vier Grad reichen

Globale Erwärmung gefährdet Insekten:
Temperaturwandel wird zu Arten-Todesfalle © Bild: Reuters/Vidal

Mit der Erderwärmung droht nach Angaben von US-Wissenschaftlern ein Aussterben der Insekten in den Tropen. "In tropischen Regionen scheint eine große Anzahl von Spezies in ihrer optimalen Umgebungstemperatur zu leben", sagte der Biologieprofessor und Mitautor einer Studie, Joshua Tewksbury. Sollte das Thermometer durch den Klimawandel über diese Optimaltemperatur hinaus steigen, sinke die Überlebenswahrscheinlichkeit dieser Tiere, führte der Wissenschaftler von der Washington Universität in Seattle fort.

Tropische Tiere können nach Angaben des Professors für atmosphärische Wissenschaften, Curtis Deutsch, von der Universität in Kalifornien nur geringe Temperaturschwankungen ertragen, da sie an ein ganzjährig konstantes Klima gewöhnt sind. Insbesondere Insekten könnten anders als Säugetiere ihre Körpertemperatur nicht durch ein je nach Jahreszeit unterschiedlich dickes Fell schützen. Nach Modellberechnungen der Wissenschaftler würden schon bei Klimaschwankungen von zwei bis vier Grad die Mehrzahl der tropischen Insekten und Kaltblüter wie Frösche, Echsen und Schildkröten aussterben.
(apa/red)