Gleiches Schicksal mit den Pandabären:
US-Tourist und Panda herumgeschüttelt

Reisende und Bären im Wolong-Reservat unverletzt Menschen und Pandas brachten sich in Sicherheit

Gleiches Schicksal mit den Pandabären:
US-Tourist und Panda herumgeschüttelt © Bild: Reuters/Tse Ka-Yin

Die Erfahrung, bei einem Erdbeben plötzlich den Boden unter den Füßen zu verlieren, hat ein US-Tourist in China mit einem ungewöhnlichen Schicksalgenossen geteilt: einem Riesenpanda. Er habe zusammen mit einer amerikanischen Reisegruppe das berühmte Panda-Reservat im südwestchinesischen Wolong besucht, als plötzlich die Erde bebte, berichtete Robert Litwak nach seiner Rückkehr aus dem Erdbebengebiet.

"Das war völlig surreal. Während ich herumwirbelte und verzweifelt Halt suchte, sah ich neben mir einen Panda, dem es genauso erging", erzählte das 55-jährige Mitglied der Umweltschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF).

Obwohl Wolong nur zehn Kilometer vom Epizentrum entfernt ist, überlebten Touristen und Pandas das schwere Beben unverletzt. "Das ist schon ein Wunder", sagt Litwak. "180 Meter vor uns ging eine Geröll-Lawine nieder, 15 Meter vor uns eine zweite". Dass niemandem ein Haar gekrümmt wurde, sei der aufopfernden Hilfe der Wärter zu verdanken. "Sie brachten uns in Sicherheit, rannten zurück und holten die Panda-Babys. Und dann kümmerten sie sich um die erwachsenen Tiere". Weil die meisten Gebäude in dem Dorf zerstört und einsturzgefährdet waren, harrten Litwak und seine elf Mitreisenden in ihrem Bus aus, bis sie mit Hubschraubern ausgeflogen wurden.

(apa/red)