Glawischnig stellt sich der Wiederwahl:

Eva Glawischnig stellt sich heute zum ersten Mal der Wiederwahl als Grüne Parteichefin. Diese Funktion hatte sie im Oktober 2008 von Alexander Van der Bellen übernommen, bei der Wahl im Jänner 2009 erreichte sie 97,4 Prozent. Bei der Wahl beim Bundeskongress erwartet Glawischnig keine Gegenkandidaten. Auf eine Schätzung, wie sie abschneiden wird, will sie sich nicht einlassen.

Was ihre Partei betrifft, blicke sie aber "mit Optimismus und Zuversicht" in die Zukunft, wie sie im APA-Gespräch erklärte. Sie habe sich von Anfang an "absolut" als Parteichefin akzeptiert gefühlt, sagte Glawischnig. Der Rückhalt mit 97,4 Prozent sei groß gewesen, so ein hohes Votum werde es wohl "nie wieder geben". Auch heute noch spüre sie aber den Rückhalt innerhalb der Partei, dass es interne Grabenkämpfe gebe, sei eine "Fehleinschätzung".

Es sei von Anfang an klar gewesen, dass es sich zum Zeitpunkt von Van der Bellens Rückzug um eine "schwierige Situation" gehandelt habe. Glawischnig nennt in diesem Zusammenhang "strukturelle Schwächen". Sie sei aber stolz, die Übernahme der Partei in so einer Situation und mit nunmehr zwei kleinen Kindern geschafft zu haben. Für ihre bevorstehende Wiederwahl sei sie "relativ bescheiden". Auf eine Zahl wolle sie sich nicht festlegen, "ich hoffe auf breite Unterstützung".

Ein "zentrales Projekt" in den vergangenen zwei Jahren sei die "Öffnung" der Partei, etwa durch neue Dialogformen, gewesen, was auch in den Ländern gut laufe. Die Zeit sei aber auch von Wahlkämpfen geprägt worden, inhaltlich habe man durch die Wirtschaftskrise "viel investiert in neue Schwerpunkte". Weiters habe man sich als konstruktive Oppositionspartei, die zwar Missstände aufzeige, aber Alternativen anbiete, positioniert.