Glawischnig und Faymann von

Rot-Grünes Gipfeltreffen

Der Kanzler besuchte die Grünen-Chefin in Salzburg auf ihrer Sommertour

Glawischnig und Faymann - Rot-Grünes Gipfeltreffen © Bild: APA/Gindl

Werner Faymann hat Eva Glawischnig auf ihrer Sommertour durch Österreich besucht. Der Bundeskanzler reiste für das Gespräch extra aus Wien nach St. Johann im Pongau an. Das sei aber nicht als Anbahnungsversuch für eine mögliche Koalition zu verstehen, das Entscheidende für eine Regierungsbildung sei die Wahl davor, betonte Faymann. Auch bekundete er seine Bereitschaft, vor dem Untersuchungsausschuss zur Inseratenaffäre als Zeuge auszusagen.

Er stehe als Auskunftsperson immer zur Verfügung, sagte der Kanzler, "das gehört dazu, man muss Rede und Antwort stehen". Am Freitag entscheidet der U-Ausschuss über die Zeugenladungen zur Inseratenaffäre. Die anderen Parteien wollen ihn auch befragen.

Mit Glawischnig konnte er diese Woche allerdings noch in lockerer Atmosphäre plaudern. Mehr als eine Stunde saßen die beiden Politiker bei einem Vieraugengespräch zusammen, ehe sie sich den Fragen der Journalisten stellten. Dabei ging es laut offiziellen Angaben um Umwelt, Energie und Europa.

"Mag Spindelegger sehr gerne"
Gegenüber den Medien bekräftigte Glawischnig dann, dass sie die ÖVP auch eingeladen, von dieser aber noch keine Zusage erhalten habe. Sie offenbarte, dass sie Vizekanzler Michael Spindelegger "persönlich sehr gerne mag" - aber nicht verstehe, warum er gesagt habe, dass eine Koalition mit den Grünen nicht vorstellbar sei. "Bei mir gibt es da keine Vorbehalte, wir werden auch weiterhin mit der ÖVP zusammenarbeiten." Spindelegger empfahl sie noch, "er soll mal raus unter die Leute".

Keine Wechsel in Regierungsteam
Der Bundeskanzler dementierte Gerüchte, wonach Unterrichtsministerin Claudia Schmied abgelöst oder der Salzburger LHStv. David Brenner den Posten von Verteidigungsminister Norbert Darabos übernehmen solle. Diese "sind Unsinn", sagte Faymann. Er brach erneut eine Lanze für die EU: Es sei eine Lüge, dass das Rausschmeißen von Ländern finanziell billiger komme. "Das Absichern wird um nichts billiger, aber um vieles schmerzvoller. Für die Bevölkerung ist es schlecht." Die Arbeitslosigkeit würde sich erhöhen, die hohe Beschäftigung in Österreich würde gefährdet.

Wunsch nach Konstruktivität
Glawischnig ließ noch wissen, dass das Bundesland Salzburg die vorletzte Station der 40 Tage langen Sommertour durch Österreich sei. Sie habe bereits mit vielen Bürgern einen intensiven Austausch über die Anständigkeit in der Politik geführt, ein großes Thema sei die Korruption gewesen. Die Bevölkerung habe ein großes Bedürfnis nach einem neuen Politik-Stil, es sei der Wunsch nach einer anderen Konstruktivität da, "dass man kooperativ miteinander umgeht".

Kommentare

Ignaz-Kutschnberger

Wegen FRANK Strohsack...kann es nur noch eine 3-er Koalition geben !! Es wird sich nach der Wahl KEINE 2-er Regierung mehr ausgehen. Es müssen sich 3 Parteien für die Regierungsbildung finden !! Stronach bekommt mindestens 15 % ...um den Rest der Wähler müssen sich dann die übrigen Parteien raufen... Jeder 2. in Österreich kennt Stronach, ...Stronach ist bereit über 15 Mille Wahlbudget für die Erreichung von 15 % einzubringen...das heißt, will eine der anderen Parteien 30% erreichen, müssen sie mindestens 30 Mille investieren...die EU-feindlichkeit der Österreicher ist massiv angestiegen....Stronachs neue Partei ist nicht vorbelastet von Korruption!! All diese Gründe sprechen dafür, dass FRANK diese 15 % erreicht !!

Seite 1 von 1